Jahr: 2010

Alles, was sich das Christkind nicht leisten konnte

Verkürzt die Wartezeit auf den (Velo-)Frühling: Delius-Klasings «Bike Workshop».

Die Zeit der Wünsche ist mal wieder vorbei; jetzt geht es darum, nicht Gewünschtes, aber gleichwohl Geschenktes wieder loszuwerden sowie das Gewünschte, aber nicht Geschenkte sich halt eben selbst zu beschaffen. Mit anderen Worten: All jene Dinge, welche das Christkind in der Fülle des Angebotes übersah oder aber sich, leider leider, nicht leisten konnte.

Für den Velofahrer bietet sich zur zweckdienlichen Auswahl mal wieder Delius Klasings «Bike Workshop», Modelljahr 2011, an, für welchen hier, nicht nur des erhaltenen Gratisexemplars wegen, ruhigen Gewissens ein bisschen Werbung gemacht werden darf. «Ein fettes Pfund an Informationen» verspricht das Vorwort. Genauer: 700 Bikes mit Preisen und allen technischen Daten sowie 2300 Teile werden auf knapp 500 Seiten vorgestellt; hinzu kommt ein Werkstatt-Teil mit Tipps und Tricks, die freilich all jene, welche sich durch den Schinken blättern, längst intus haben dürften.

700 Bikes? In der Tat. Vom, zum Beispiel, läppische 599 Euro billigen Canyon Yellowstone 3.0 bis zum 8199 Euro unerschwinglichen Cannondale Flash Ultimate (nomen est omen) findet sich im «Bike Workshop» alles, was zwei Räder hat und mit Muskelkraft angetrieben werden will. Ferner vom eloxierten Kurbelschräubchen bis zur Innensohle und Tune-Taschenwage (Zitat: «Ein absolutes Muss für jeden Leichtbau-Fan, gehört zum Tuner wie die Kelle zum Maurer!»).

Zu guter Letzt: Wer den «Bike Workshop» käuflich erwirbt (für Fr. 17.40 am Kiosk), erhält einen Webcode, über den er/sie die Marktübersicht auch online nützen kann.

Frohes Fest oder: Der Weihnachtsmann fährt Velo

Hochrad statt Rentier: Das pflegeleichte Fortbewegungsmittel des Weihnachtsmanns.

Die Weihnachtsgrüsse, die mir F. und N. (N. und F., pardon!) von drüben gemailt haben, werden allsogleich hier gepostet. Die zwei haben auf ihrem Roadtrip nach Stillwater (Oklahoma, USA) den Beweis fotografiert, dass das Velo dem Rentier zunehmend den Rang abläuft (abfährt, pardon!), was des Weihnachtsmanns liebstes Fortbewegungsmittel betrifft. In welchem Shop die zwei das obige Bild geknipst haben, weiss ich nicht. Es könnte dieser sein; jedenfalls gibt Google keinen zweiten für diese amerikanische Kleinstadt an.

Whatever: Frohes Fest allerseits, verbunden mit der Hoffnung, es möge da und dort dieses und jenes hübsche Velo-Dingelchen unterm Baum des Auspackens harren!

«Mehr fürs Velo»: Die Abstimmungskampagne ist lanciert

Farbig wie der Veloalltag: Das Logo der Initiative «Mehr fürs Velo». (Download von www.mehrfuersvelo.ch»)

Am 13. Februar 2011 stimmen die Luzernerinnen und Luzerner über die kantonale Volksinitiative «Mehr fürs Velo» ab. Mit dieser Initiative soll im Kanton Luzern eine bessere Förderung des Velos als Verkehrsmittel erreicht werden. Innert zehn Jahren soll der Anteil des Velos am gesamten Verkehr verdoppelt werden – auf rund 15 Prozent. Der einfache Initiativtext lautet: «Der Kanton Luzern erlässt ein Gesetz mit dem Zweck, die Benützung des Velos als Verkehrsmittel im Kanton Luzern zu fördern. Das Gesetz hat Massnahmen vorzusehen, die den Anteil des Veloverkehrs an den Wegetappen im Kanton Luzern innert 10 Jahren verdoppeln.»

Tönt so simpel wie logisch. Trotzdem hat der Kantonsrat das Volksbegehren am 25. September dieses Jahres mit 86 zu 25 Stimmen abgelehnt. Politik wird eben mehrheitlich auf vier Rädern gemacht, und mit Forderungen nach mehr und breiteren Strassen sind, leider leider, alleweil noch mehr Stimmen zu holen.

Alles über «Mehr fürs Velo» gibts auf der Website dazu: Hier klicken.

Was sich der Velofahrer auf Weihnachten wünschen könnte

There are some things that Cycle Chic love just a little bit more. The brilliant bicycle bells made by Dring Dring, out of Montreal, are no exception. (Bild: www.dringdring.bigcartel.com/)

Die schönste Weihnachtswunschliste für Velophile ist, wie so vieles Schöne, auf www.copenhagencyclechic.com zu finden. Die Site kann nicht genug erwähnt und gelobt werden – die Bilder entführen unsereins Tag für Tag ins gelobte (Velofahrer-)Land.

Was die Damen und Herren so alles auf ihrer Wunschliste aufführen, macht Freude: Diese wunderbaren Velotaschen zum Beispiel, einen guten Tropfen, der zwar leider aus Übersee herangeschippert werden muss (pfui!), dafür den so passenden Namen «Cycles Gladiator» trägt, oder aber ein handbemaltes Velolüüti mit dem lautmalerischen Namen Dringdring, bei dem schon die Website grosse Freude macht. Nostalgisch zumute wird einem angesichts der Rockschütze (nennt man doch so, oder?) der Marke Simeli, die ebenfalls angeboten werden. Den Cycle Chic Calendar 2011 schliesslich hab‘ ich mir bereits geordert. Werd‘ mich melden, wenn der Pöstler das Paket abgegeben haben wird.

Ein Gang zurück ins 2011

30 Gänge am Velo, einer an der Wand. Für den Velofahrer, den der Fortschritt der Technik auf zwei Rädern fasziniert, ist dieser Kalender genau das richtige: «Historische Fahrradplakate» heisst der grossformatige Wandschmuck, der unsereins ein ganzes Jahr lang datumsgenaue Freude bereitet und die folgenden als schlicht-schöner Wandschmuck überdauern wird.
Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Radfahren populär. Hans-Erhard Lessing liefert mit seinen Erläuterungen interessante Informationen über die Plakate, die zum großen Teil aus europäischen Museen stammen. Der Kalender «Historische Fahrradplakate», herausgegeben vom Delius-Klasing-Verlag, vereint zwölf zeitlos schöne Plakate berühmter Grafiker aus der Zeit, als das Fahren auf zwei Rädern modern wurde. Nebenbei erinnert er auch an große Namen der Fahrrad-Industrie, die längst schon Geschichte sind.

Verlag Delius Klasing, Bielefeld, ISBN 978-3-7688-2698-3, Fr: 47,90