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Wo der Liebhaber sein Fahrrad betüttelt

Wer sein Velo – will heissen: Sein Fahrrad – liebt,  pflegt und putzt und wartet es nicht bloss, sondern betüttelt es. So jedenfalls in Berlin, wo ich im Blog des Fahrradladens Rad-Spannerei in Berlin-Kreuzberg folgenden wunderbaren Satz lese: «Das Nöll hat es einfach verdient, liebevoll betüttelt zu werden.» Also schreibt Radfahrer Ivo, 45, aus Epfendorf über sein gutes Stück, das er seit 15 Jahren fährt und zu dem er ebenso lange schon hingebungsvoll Sorge trägt. Sein Nöll, mit muffenlos gelötetem Reiserad-Rahmen als Basis, der mit individuellem Komponentenmix zum Fitnessrad umgebaut wurde. Betüttelt: Um solch wunderbar-klangvolle Wörter dürfen sich unsere nördlichen Nachbarn von unsereins beneiden lassen. Ich betüttle mein bald 20-jähriges Cannondale T-1000-Reisevelo ja auch, bloss hielte man mich hierzulande für bedeppert, erzählte ich davon.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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