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Die Lombachalp oder: Vom unbeschwerten Radlerleben

Auf der Lombachalp-Höhe. Ein kleines, geteertes Strässchen führt durch eine zauberhafte Landschaft.

...aber erst heisst es schieben! Das Strässchen ist steiler als es hier aussieht.

Vergangenes Jahr habe ich sie im blühen Frühling erlebt, heute an einem heissen Sommertag: Die Lombachalp, die Moorlandschaft zwischen Sörenberg und Habkern ob Interlaken, eingebettet zwischen das Augstmatthorn und den Hohgant. Eine wunderschöne Tages- oder Halbtagestour, die sich auch mit dem Alltagsvelo meistern lässt. Denn den steilen Stutz vom Kemmeriboden hoch auf die Alp muss auch der bestausgerüstetste Biker schieben.

Wir sind mit dem Zug nach Escholzmatt gefahren und von hier nach Wiggen, Marbach und weiter nach Schangnau. Hier zweigt die Strasse nach links Richtung Kemmeriboden ab. Ein Kafihalt im alten Hotel-Restaurant (das mit den grossen Meringues) lohnt sich.

Nach besagter Schieberei den steinigen Stutz hoch folgt die Krönung: Eine erst gekieste und später asphaltierte Strasse durch eine Moorlandschaft sondergleichen. Auf 1600 Metern Höhe wird das Pedalen zum sanften Gondeln durch den unendlich leicht gewordenen Alltag. Die Zugabe: Autofrei.

Den Schlusspunkt setzt die tolle Abfahrt nach Habkern und schliesslich Interlaken. Hätten wir nicht ein Postauto vor der Nase gehabt, wären wir noch ein paar Minütchen schneller gewesen.

Distanz: Lockere knapp 50 Kilometer.

Auf die Lombachalp aufmerksam wurde ich übrigens durch das Büchlein «Querpass» von Dres Balmer. Eine Fundgrube für all jene, welche die Schweiz abseits der grossen Routen mögen! Mehr dazu über diesen Link. Die WOZ (Wochenzeitung) hat «Querpass» im September 2009 besprochen.

...und alles autofrei!

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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