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Das macht den Velofahrer eher sprachlos

Fast doppelt so viele Nein- wie Ja-Stimmen: Dass die Initiative «Mehr fürs Velo», über die der Kanton Luzern heute abstimmte, abgelehnt werden würde, war abzusehen. Aber gleich derart deutlich – das hat denn doch überrascht. 43’515 Ja-Stimmen stehen 80’626 Nein-Stimmen gegenüber, dies bei einer Stimmbeteiligung von guten 49.5 Prozent.

Gewiss verfügten die Initianten nicht über die Mittel, um die Stimmberechtigten flächendeckend zu bewerben. Doch hatte man annehmen dürfen, der eine und andere Autofahrer fände Veloförderung eine gute Sache, auch wenn ihm dies nicht alle paar Meter mit einem Plakat eingedrillt werden konnte. Falsch gedacht: «Mehr fürs Velo» unterlag sogar in der (eher links wählenden) Stadt Luzern, wenngleich hier eher knapp.

Ungerechte Welt: Autobahnanschlüsse und Umfahrungen finden allemal Gnade vor dem Stimmvolk, und zwar jeweilen deutlich. Beton und Asphalt sind freilich auch leichter zu verkaufen. Weil griffig. Konkret. Sichtbar. Veloförderung hingegen: Darunter kann sich die automobile Mehrheit wenig vorstellen. Mit meinem Velo finde ich schliesslich noch immer einen Weg. Wenn ich mich denn mal draufsetze. Was soll also die Aufregung?

Schade. Und: Weiter Velo fahren. Trotzdem. Mit Freude!

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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