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Gutes Rad muss nicht teuer sein

Annina auf ihrem neu-alten Tourenvelo: Die Freude ist ganz meinerseits!

Ein paar Tausender für ein tolles Tourenvelo erübrigen zu können macht Freude. Leider kann dies der Velofahrer nicht. Der arme Schlucker muss bis auf weiteres neben sich noch vier Familienmitglieder mit zweirädrigen, fahrbaren Untersätzen versorgen.
Doch dieser Umstand schärft die Sinne, wenn eine Velobörse angesagt ist, schult die handwerklichen Fertigkeiten in Sachen Velo und lässt das Herz jubeln, wenn ein aufgefrischtes Zweirad aus der Kellerwerkstatt hochgetragen werden kann. So wie jüngst.
Des Velofahrers mittlere Tochter wird im Juli mit drei Kolleginnen vier Wochen Schweden bereisen. Per Velo. Freude herrscht, für Annina einerseits, und weil die velophil ausgerichtete Erziehung doch nicht ganz vergebens war.

Die bald 20-jährigen Thumbies in der Originalverpackung.

...und von nahem: Sehr schön. Und vor allem unverwüstlich.

Das Velo, mit dem Annina den Norden abspulen wird, ging an der September-Velobörse 2010 in Luzern für müde 80 Franken in meinen Besitz über. Es hat schätzungsweise Jahrgang 1994 und ist mit einer robusten XT-Gruppe (7-fach) ausgerüstet. Was es brauchte, um es tourentauglich zu machen, ist vergleichsweise wenig:

  • Gepäckträger (Tubus, war meiner, bis ich im April auf Stolz umstellte)
  • Schutzbleche (waren gebraucht noch vorrätig)
  • neue Reifen (Schwalbe Marathon, 26×1.5 Zoll)
  • neuer Sattel (Velo-plus-Eigenmarke, der billigste ist zugleich der beste)
  • Yuma-Tourenlenker
  • Steuerrohr-Umbau auf Ahead-Set (hat uns der Sohn, Polymech-Stift, aus Alu auf den Hundertstel genau gedreht)
  • neuer Vorbau
  • Bremsgriffe (waren gebraucht noch vorrätig, ein Paar der soliden alten XT)
  • Daumenschalter (Sehr grosse Freude: Kollege Ueli Wydler hat mir aus seinem Vorrat ein Paar nagelneue alte XT verkauft, die unverwüstlichen und einfach besten; es gibt keine Schaltgriffe, die so einfach zu handhaben sind. Dafür passen sie nur bis 7-fach, was ja aber auch vollauf genügt.)
  • Ständer

Find' ich gut gelungen.

Summa summarum hat das (wieder) edle Teil die Familie um die 350 Franken gekostet. Zehn Mal weniger als etwas Tourentaugliches, das des Velofahrers Ansprüchen genügt hätte, frisch ab Laden. Nun gut, für eine Weltreise wär’s vielleicht nicht das Optimale, von wegen Sitzposition und Vermassung, aber für kleine und mittlere Ferientouren ist sowas allemal mehr als tauglich.

Auf gute Fahrt (in Schweden und danach!)

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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