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Napf West oder: Kleine Rauf-und-runter-Tour

Prächtig, einfach prächtig: Hoch über Langnau, Blick ins Bernbiet.

Escholzmatt ist ein gäbiger Ausgangspunkt, wenn es den Velofahrer in die Höger zieht. So auch heute, doch diesmal gehts nicht Richtung Thunersee, sondern ins tiefe Emmental, die Berner Seite des Napf, den wir an diesem Tag westlich umfahren. Wunderbar. Lieblich. Und aber auch streng.
Die paar Kilometer der Hauptstrasse entlang, früh vor acht, machen die Finger frieren und das Einrollen zur Aufwärmübung. Bei Bärau, zwischen Trubschachen und Langnau, zweigt eine kleine Strasse nach rechts ab ins Gohl. Im Weiler dieses Namens stechen wir steil hoch nach links, um nach etwa einem Kilometer auf die breite Krete zwischen Gohl und dem Oberen Frittenbachgraben (jä nu, der heisst nun mal so) zu gelangen. Hier beginnt das Paradies: Die Strasse, weitgehend asphaltiert, steigt von hier mal sanft bergan, mal ein bisschen steiler, führt an stattlichen Gehöften vorbei, an mähenden Bauern und muhenden Kühen, öffnet den Blick in tiefe Gräben und verschneite Weiten, es ist ein herrliches Fahren; im Bewusstsein allerdings, dass das Leben und Bauern hier oben oft kein

Berner Bauernleben.

Zuckerschlecken ist. Nach dem Rämis wird die Strasse zur Piste, die aber mit des Velofahrers bald antikem Bike noch leidlich fahrbar ist. Der Höhepunkt ist auf der Rafrüti erreicht. Von hier gehts gäch runter auf die Lüderenalp, die dem Wander- und Festvolk ein Begriff sein dürfte.
Der Rest ist schneller berichtet: Wasen im Emmental, Eriswil, und von hier fortwährend rauf und runter bis Willisau, immer schön auf Nebensträsschen und durch kleine Wälder, was leider leider fortwährende Unterbrüche zwecks Kartenstudium nach sich zieht, denn der Velofahrer ist noch nicht im GPS-Zeitalter angelangt. (Vielleicht schenkt mir mal einer so ein Ding…!?)
In Willisau, nach knapp 60 Kilometern, hätte die Tour eigentlich enden sollen, doch da der Zug just abgefahren ist, werden die gut zehn Kilometer bis Sursee ebenfalls noch unter die Räder genommen. Dort in den Schnellzug gestiegen, in Luzern in den Seetaler und schon um zwei lässt sichs zuhause wieder gemütlich sein. Wunderbar wars im Gotthelf- und Luzerner Hinterland!

Noch mehr Aussicht!

 

Wasen im Emmental.

Emmentaler Idylle.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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