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Kleine Paradiesfahrten auf zwei Rädern

Blick von Stein Richtung St. Gallen: Eine liebliche Landschaft.

Wer hierzulande leben darf, tut dies im Paradies. Bloss merken selbiges die wenigsten Menschen und schätzen sich dafür glücklich. Der Velofahrer nimmt sich davon nicht aus, freut sich dafür umso mehr, wenn er sich dieses Paradieses mal wieder wirklich bewusst wird. So geschehen gestern auf einer kleinen Tagesfahrt von Wattwil über die Schwägalp nach St. Gallen.

Bequemer gehts nicht mehr: In Luzern um 7.39 Uhr in den Voralpenexpress einsteigen, mit Kaffee und Brötchen ausgerüstet, knappe zwei Stunden später nach einer wundervollen, kurvigen Fahrt in Wattwil wieder aussteigen. Von hier weg wird pedaliert. Des trüb-kalten Wetters wegen hält sich der Verkehr in Grenzen, die rund 700 Meter Höhenunterschied machen keine Mühe. Am Fuss des Säntis weist nur die Luftseilbahn darauf hin, dass dieser Berg überhaupt existiert, der Rest verschwindet im Nebel.

Richtung Urnäsch windet sich die Schwägalpstrasse in einigen Kehren talwärts.

Zweimal über das Sittertobel

Talwärts dann gesaust, Tempo Tempo, die Serpentinen machen Freude, Urnäsch kommt in Sichtweite, die Sonne lugt allmählich hinter den Wolken hervor, eine lieblich-linde Landschaft breitet sich aus, dass es eine Freude ist. In Appenzell lässt es sich bei Kaffee und Erdbeertörtchen auf dem Hauptplatz eine Weile aushalten, ehe es weiter Richtung Teufen geht und von hier St. Gallen zu. Kurz nach Teufen lohnt es sich, den Abstecher über Stein zu nehmen. Zwar ist ein steiler Ab- und Wiederaufstieg ins Sittertobel der anstrengende Preis dafür, jedoch ist das danach sanft durch die grüne Landschaft bergab führende Strässchen und das Überqueren der Haggenbrücke, die Fussgängern und Velofahrern vorbehalten ist, ein Erlebnis. Die Haggenbrücke, 2009 saniert, überspannt das dort etwa 350 Meter breite Sittertobel auf schwindelerregenden 85 Metern Höhe.

Auf der Schwägalp: Das Rindvieh hat sich wohl im Parkplatz geirrt.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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