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Büsi bringt den Velofahrer zu Fall

Nein, übereilt war der Velofahrer heute nicht unterwegs, als er heimzu unterwegs war. Vielmehr fiel ihm das Pedalen leicht, es war eine Freude, unter dem wieder blauen Himmel dahinzukurven. In Form fühlte er (also ich) sich, der Tacho zeigt deshalb gewiss ein paar Kilometerchen mehr als gewöhnlich an. Dem Büsi auf dem Hof drei Kilometer vor Hofdere muss der Schreck in seine noch jungen Glieder gefahren sein, als es den Velofahrer so auf sich zu sausen sah; jedenfalls hielt es inne am Strassenrand, überlegte ein Sekündchen, ob es denn den Asphalt queren solle oder nicht, es pfötelte dann aber mutig los, womit der Herr auf dem Rad nicht gerechnet hatte. Derselbe bremste in der Folge und aus lauter Tierliebe ab, zu heftig mit der linken Hand, also der vorderen Bremse, was keinesfalls empfehlenswert war, denn Augenblicke später schrammten be- und unbekleidete Körperteile des Velofahrers über den abendwarmen Boden und färbten sich alsbald rot. Blutrot. Die zweite Bremse nahm dabei ordentlichen Schaden, die Bremsbacken klemmten aus diesem Grund das hintere Rad, der rechte, geschäumte Handgriff riss ein, aber das war auch schon alles.

Der Velofahrer, leicht erschrocken, sah Körpersaft an sich herabtropfen, schwang sich aber, als er feststellte, dass seine Glieder alle noch ihre von der Natur vorgesehene Funktion erfüllten, wieder in den Sattel, um, nun eher zaghaft, seines Weges fortzufahren.

Das Büsi seinerseits kam mit dem Schrecken davon. Das arme Tier!

@Roger Schawinski: Meine Kritik nehme ich dieses Zwischenfalls wegen natürlich nicht zurück.

Bild: Dieses Knie sieht im Vergleich zu meinem derzeitigen rechten eher harmlos aus. (Bild: http://blog.salid.de/archives/1055)

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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