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Bei Phil-Wood bedient Mr. President persönlich

Hier kümmert sich der Chef persönlich auch um junge Kunden: Phil-Wood-President Garrett Enright mit Fabian.

«President», steht unter dem Namen Garrett Enright auf der Visitenkarte, die der freundliche Herr mit asiatischen Gesichtszügen meinem Sohn in die Hand drückt. President? Fabian hakt nach. Ob er wirklich der Chef sei? Der Herr lächelt freundlich. Sure! Worauf Fabian strahlt. Wow, vom Phil-Wood-Boss persönlich bedient worden und die Visitenkarte mit der direkten Telefonnummer und E-Mail-Adresse erhalten!

Der Stand von Phil Wood ganz hinten in der Halle A7 an der Eurobike, der weltgrössten Fahrradmesse in Friedrichshafen am Bodensee, war unscheinbar; die Teile, die auf dem kleinen Tisch ausgebreitet waren, dafür umso edler: Naben, Tretlager, Kurbelgarnituren vom Feinsten. Velofahrer und Sohn suchten ihn aus zweierlei Gründen auf: Ersterer, weil er es letzthin beim Ordern eines Phil-Wood-Tretlagers in den USA es unterlassen hatte, das passende Werkzeug mitzubestellen, letzterer, weil er sich als Polymechaniker-Stift neuerdings im Rahmenbau versucht und sich sein Wissen da und dort zusammensucht.

30 Dollar Porto gespart

Das Phil-Wood-Tretlager-Werkzeug, an der Eurobike erstanden. Es hat 18 Zähne, Shimano mit seinen 21 passt eben nicht.

Der Erfolg war ein zweifacher: Der nette Herr, der sich später als President vorstellen sollte, holte das gewünschte kleine Ding (siehe Bild) aus einer kleinen Transportkiste und überliess es dem Velofahrer für sechs Euro. Grossartig! In den USA hätte das Ding zwar ebenfalls nur zehn Dollar gekostet. Plus dreissig für den Versand allerdings. Sohn Fabian und Mister President gerieten sodann in ein angeregtes Gespräch, zum Beispiel über Hinterradnaben, welche Phil Wood extrabreit (170 statt 135 mm) für Velos baut, die in schneereichen Ländern wie Kanada oder Alaska von irgendwelchen Freaks gefahren werden. Sachen gibts!

Der Besuch endete, siehe oben, mit der Abgabe einer präsidialen Visitenkarte, welche im Portemonnaie von Fabian fortan einen Ehrenplatz einnehmen wird. Das erste Mail aus Hochdorf ist bereits in Mister Enrights Mailbox abgelegt worden. Mit der freundlichen Bitte um Zusendung eines Produkte- und Preiskatalogs.

Kundennähe ist eben alles, weiss de gute Chef. Er steht deshalb persönlich am Messestand seines Unternehmens und motiviert mit seinem unkomplizierten Auftreten junge Leute mächtig, ihre velophilen Interessen weiterzuverfolgen.

Der kleine, ganz persönliche Eurobike-Höhepunkt.

Die lange Hinterradnabe baut Phil-Wood für Velos, die auf Schnee gefahren werden und deshalb überbreite Pneus haben. Die gewöhnliche, 135 mm breite Version zum Vergleich ganz rechts.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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