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Mein Velo ist auch ein Holztransporter

Efeu-umrankt: Zuhause angekommen, fuhr der Velofahrer seiner Frau Gemahlin zwecks Tatbeweis vor die Linse.

Nun, Zeitgenossen, die ihr Velo mit Anhänger vor dem Grossverteiler abstellen, um daselbst anzuschauen, sind eine Ausnahme. Dabei ist diese Art des Einkaufs ganz einfach praktisch. Was kümmert es mich, wenn ich mein Gefährt die auf dem Heimweg ansteigende Strasse hochschieben muss, falls der Anhänger schwer beladen ist? Eben.

Ein anderes Beispiel: Wenn ich dann und wann an einem Samstagmorgen den Anhänger mit allerlei zu entsorgendem Gerümpel belade, um die gut zwei Kilometer bis zur Gemeinde-Sammelstelle unter die Räder zu nehmen, bin ich dort garantiert der einzige, der pedalgetrieben vorfährt. Gut, in der Regel habe ich kein Sofa zu entsorgen. Aber doch: Die meisten motorisierten Entsorger könnten ihr Geschäft auch gemütlicher und nachhaltiger erledigen.

Heute waren der Velofahrer und seine Frau unterwegs, um ein paar Kilometer hanghoch nach einer schönen Efeuranke Ausschau zu halten, aus welcher ein Kranz zu einem 50. Geburtstag entstehen soll, zu dem wir nächsten Samstag eingeladen sind. Also, wirklich praktisch ist für derlei Unterfangen das Velo nicht. Aber es haut hin, es geht und funktioniert. Schön gemächlich, mit ein bisschen stossen, wenn es, wie auf dem Heimweg, auf einer Naturstrasse aufwärts ging. Kaum zu glauben, wie viele Blicke ich bei diesem Transport auf mich zog. Der praktische Alltag als des Velofahrers Laufsteg – pardon: Fahrsteg! Mir gefällts.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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