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Über 350’000 neue Velos auf der Strasse

Eine leuchtend Erscheinung, heute erstanden in Amsterdam.

Von vergangener Woche ist eine gute Nachricht nachzutragen: Im vergangenen Jahr wurden in der Schweiz 351’800 neue Velos verkauft, leicht mehr als 2010. Der starke Franken und durchzogenes Velo-Sommer-Wetter seien einem noch besseren Ergebnis im Weg gestanden, teilt die Schweizerische Fachstelle für Zweiradfragen mit.

Die Medienmitteilung vom 13. März im Wortlaut:

«Mountainbikes für Erwachsene waren zwar mit 35 Prozent Marktanteil nach wie vor die Quotenrenner der Velohitparade, doch sie blieben mit 125’000 verkauften Einheiten 8.3 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Besser in Fahrt kamen die Rennvelos, von ihnen rollten 17’000 Stück neu über die Strassen, fast 10 Prozent mehr als 2010. Die absoluten Überflieger im Segment der sportlichen Fahrräder waren jedoch die Junior-Mountain- und Freestyle-Bikes, von denen dank breiterem Modellangebot über 42’000 abgesetzt wurden.

Citybike bedrängt vom Elektrovelo

[aside title=“Der Trend“]Der Trend weg vom Citybike hin zum E-Bike hält weiter an.[/aside]Der Trend weg vom Citybike hin zum E-Bike hält weiter an. Wurden 2010 noch 116’000 Citybikes – inklusive Junior-Citybikes, Tandems, Faltvelos usw. – verkauft, waren es 2011 nur noch 102’000, ein Rückgang um 12 Prozent. Der Anteil der rein mit Muskelkraft betriebenen Citybikes am gesamten Neuvelokuchen sank dadurch auf unter einen Drittel. Relativiert wird dieser Nachfragerückgang bei den ‹normalen› Citybikes durch die Zunahme der Elektrovelo-Neuverkäufe um satte 10’500 Stück bzw. 26 Prozent auf fast 50’000 Einheiten. Der Grossteil dieser Elektro-Fahrräder wird ebenfalls im City- und Agglobereich eingesetzt, so dass von einem zweiten Citybike-Segment ‹Elektro› gesprochen werden kann.

Durch den erneuten Absatzrekord der E-Bikes wuchs der Gesamtbestand dieser Modellsparte auf über 150’000 Einheiten. Das bedeutet, dass 5,4 Prozent der ca. 2,8 Millionen auf Schweizer Strassen zirkulierenden Fahrräder E-Bikes sind (Gesamtbestand inkl. Keller- und Garagenvelos ca. 4 Mio.).

Bremseffekt Ausland-Velokäufe

Branchenkenner vermuten, dass sich zu den ermittelten 351’800 in der Schweiz getätigten Velokäufen noch einige Prozent via Velo-Einkaufstourismus im grenznahen Ausland addieren. Hätten diese Einkäufe in der Schweiz stattgefunden, wäre die Verkaufsbilanz noch besser ausgefallen. Das Wetter zeigte sich von der positiven und negativen Seite: Nach einem extrem schönen und warmen Frühling bremsten ein kalter Juli und durchzogener August die Lust aufs Velofahren und Velokaufen.

Stückzahlmässig liegt der Absatz an verkauften Neuvelos auf sehr hohem, stabilem Niveau. Das Elektrovelo hat sich als wichtiger Branchen-Umsatzträger etabliert, das Mountainbike ist bei der Jugend beliebter denn je, bei den Erwachsenen leicht auf Talfahrt, aber nach wie vor auf hohem Niveau. Franken-Entwicklung, allgemeine Wirtschaftslage und nicht zuletzt velofreundliches oder -missliches Wetter werden auch dieses Jahr den Velo-Absatz beeinflussen. Je nach Rücken- oder Gegenwind werden City-/Mountainbike und Co. auf der Erfolgs- oder Bremsspur fahren…»

 

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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