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Umsatteln. Velos statt Gripen

In der heutigen Ausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» ist des Velofahrers zweite Kolumne erschienen. Da sie auf zwei Rädern daherkommt, sei sie den Leserinnen und Lesern dieses Blogs nicht vorenthalten.

Umsatteln

Nun, das mit diesen Kampffliegern ist ja auch noch nicht gelöst. 3,1 Milliarden für 22 Gripen? Die paar Schweden-Flugi reichen doch gerade mal, um bei einem Angriff aus Brüssel den vereinigten Bundesrat, einen Zehntel seines Propaganda-Apparats sowie Hauswart Göpf zu evakuieren! Derweil wir, das Fussvolk, vom Feind überrollt werden.

Besser, wir überrollen ihn selbst. Auf dem Velo. Man rechne: 3,1 Milliarden geteilt durch 2 Millionen original Schweizer (die Deutschen und anderen nicht Hiesigen dürften schon vor Ausbruch der Krise vor Frau Rickli geflohen sein) ergibt 1500 Franken für alle. Damit lässt sich ein Zweirad kaufen, dem nicht schon beim ersten Zusammenstoss mit einem österreichischen Panzer die Luft ausgeht.

Man stelle sich vor: 2 Millionen Schweizerinnen und Schweizer, die dem Fremden geschlossen im höchsten Gang entgegenpedalen. Wir drängen heimlifeiss ins Feindesland ein, und weil wir das Bankgeheimnis im Satteltäschli versteckten, schöpfte kein EU-Kommissar Verdacht. Als Treibstoff genügte uns ab und zu ein Tropfen Öl auf die Kette und alle zehn Kilometer ein Militärguetsli. Nebenbei: Wir strampelten unser Fett weg und machten die Ärzteschaft arbeitslos. Managed Care in der Praxis.

Mit den dadurch frei werdenden Mitteln könnten wir uns noch bessere Velos anschaffen. Die ausgemusterten Göppel überliessen wir dem Feind und könnten so unsere Entwicklungshilfe-Bilanz aufpolieren (Zückerchen für die Linke). Mal abgesehen davon, dass der freie Personenverkehr auf dem Velo erheblich entschleunigt würde. Die Fremdenpolizei (das SVP-Argument) statteten wir mit Tandems aus, zwecks Ausschaffung unerwünschter Zuwanderer. Auf dem Rückweg liesse sich damit der entflogene Bundesrat heimschaffen.

Mich wundert, dass Radfahrer-Major Maurer noch nicht auf diese Idee gekommen ist.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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