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Wenn Hans für den FCL in die Pedale tritt

Nun, Fussball ist weniger des Velofahrers Ding; aber wenn er denn mal zum Thema wird, schlägt sein Herz für die Truppe vom Rheinknie. So wars zumindest bis dahin. Diesmal, in Anbetracht des morgigen Cupfinals zwischen dem FC Basel und dem FC Luzern, wird die Sache heikel: Mütterlicherseits ist der Velofahrer Stadtbasler, väterlicherseits hingegen ein Seetaler und Bürger wiederum beidenorts. Für welche Seite also jubeln? Oder tränen vergiessen?

 Wunden Hinterns?

Bis heute morgen neigte der Velofahrer (also ich) – wie immer – für den Frei-Streller-Shaquiri-Sturm. Inzwischen, nach etwelchen Pausenplaudereien und der heutigen Zeitungslektüre meines Zwangs-Leibblatts, neige ich dazu, den Luzernern den Sieg zu gönnen. Einerseit steht ein gewisses Mass an Nächstenliebe und Grosszügigkeit unsereins gut und sind runde 20 Punkte Vorsprung auf den FCL in der Meisterschaft doch eigentlich Befriedigung genug. Anderseits machen mir die Bittgänge, welche Luzerner Fans dieser Tage nach Bern, den Austragungsort des Geschehens, unternehmen, doch einigen Eindruck. Zu Fuss sind da ein paar Hartgesottene unterwegs, derweil sich mein Ex-Redaktionskollege Hans Graber vergangenes Samstag mit Gemahlin Marianne in den Sattel geschwungen und wunden Hinterns (?) tags darauf das Stade de Suisse in der Bundeshauptstadt erreicht hat. Dies allein wäre freilich kein hinreichender Grund, um einen Basler Bürger umzustimmen. Die Zeilen, die Hans jedoch in der heutigen Ausgabe der «Neuen Luzerner Zeitung» darüber geschrieben hat, dürften dazu führen, dass ich morgen den etwaigen Sieg der Hakin-Jungs zumindest nicht gleichgültig entgegennehmen werde.

Die Ausgangslage ist offen. Die Unsicherheit gross. Ich werde morgen pedalenderweise zum und vom Arbeitsplatz unterwegs sein. Auf dass dies der richtigen Mannschaft helfen mag.

Das Artikelbild zeigt Graber und Gemahlin bei der Einfahrt in Genf. Seinen Artikel aus der heutigen NLZ kannst Du hier herunterladen.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Lieber Radler vom Rheinknie
    dein Blogbeitrag ist wie Balsam auf die Seele eines FCL-Fans!
    Wie mir scheint ist Radfahren eine Aktivität, die vermehrt zu Vernunft und Wohltätigkeit führen mag!
    So freue ich mich den Match im Stade de Suisse live verfolgen zu können und als 12. Mann voll in die Fan-Pedalen zu treten.

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