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Hoppla! Täglich 3500 Velos am Schweizerhofquai

Die Stadt Luzern erfasst seit einem Jahr den Veloverkehr – und wartet jetzt mit einer überraschenden Zahl auf: Am Schweizerhofquai wurden im ersten Jahr 1.3 Millionen Velos gezählt. Das sind 3500 pro Tag, an Spitzentagen sind es bis zu 7000. Das erstaunt einerseits, ist doch der Schweizerhofquai für Velos ein gefährlicher Abschnitt im städtischen Strassennetz, trotz der Sanierung vor zwei Jahren. Anderseits wundere ich mich nicht über die hohe Zahl: Stadtauswärts hat der Velofahrer, die Velofahrerin gar keine andere Wahl, als über den Schweizerhofquai zu fahren.

Grund für die Velozählung ist das «Reglement für eine nachhaltige städtische Mobilität», dem die Luzernerinnen und Luzener im September 2010 an der Urne zugestimmt haben. Das Reglement – es war der Gegenvorschlag zur verworfenen Städteinitiative – verlangt, dass der Fuss- und Radverkehr sowie der öffentliche Verkehr gefördert werden. Deren Anteil am gesamten Verkehrsaufkommen soll stetig erhöht werden. Um zu prüfen, welche Massnahmen wirken, sei es nötig, das Verkehrsaufkommen zu erfassen, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt. Im Herbst 2011 wurden deshalb die ersten Velozählstellen in Betrieb genommen und getestet. Sie erfassen den Veloverkehr mittels Induktionsschleifen, ähnlich den Zählstellen, die für den motorisierten Individualverkehr bestehen.

Bis zu 7000 Velos pro Tag

Im ersten Betriebsjahr wurden laut der Mitteilung an den drei Zählstandorten Schweizerhofquai, Langensand-brücke und Taubenhausstrasse 2.5 Millionen Velos erfasst, 1.3 Millionen davon am Schweizerhofquai. Das durchschnittliche tägliche Veloaufkommen betrug an der Taubenhausstrasse und der Langensandbrücke je 1700 Velos. Am Schweizerhofquai werden durchschnittlich 3500 und an Spitzentagen im Sommer 7000 Velos verzeichnet.

Seit Oktober 2012 sind zehn Zählstellen in Betrieb. Im Oktober 2012 wurden damit rund 475‘000 Velos erfasst. Zurzeit könnten mit diesen Zahlen noch keine inhaltlichen Aussagen gemacht werden, heisst es in der Mitteilung weiter. Erst wenn die Vergleichszahlen der nächsten Jahre vorlägen, liessen sich Aussagen über den Anteil des Veloverkehrs am Gesamtverkehr oder über die Wirksamkeit von Massnahmen zur Förderung des Veloverkehrs machen.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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