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Für den Nachwuchs ist das Velo das beste Taxi

Wer das Velo als das beste aller (Nah-)Verkehrsmittel schätzt, den halten Maxe und klein Lena nicht davon ab, auch zu mehrfachen in die Pedale zu treten. Klar doch: Die Strecke zum Supermarkt oder Kinderspielplatz ist mit dem Zweirad einfach ungleich schneller zurückgelegt, vom Parkplatz gleich beim Eingang mal abgesehen. Und was gibt es Spannenderes für ein Kind als eine kleine Spritztour an der frischen Luft? Solange die Kleinen nicht selbst Velo fahren können, fahren sie bei den Eltern mit. Doch es sollte keine Tour, auch nicht die paar Meter zum Einkauf, gestartet werden, ohne dass entsprechende Sicherheitsvorkehrungen getroffen zu haben. Die grösste Sicherheit bietet noch immer das richtige Transportsystem. Es gibt eine Vielfalt richtiger Velokindersitze oder Anhänger für die Beförderung von Kinder mit dem Velo zur Auswahl.

Nach geltenden Bestimmungen dürfen Kinder erst ab dem vollendeten ersten Lebensjahr auf dem Velo mitgenommen werden. Denn erst ab diesem Zeitpunkt ist die Rückenmuskulatur stark genug ausgeprägt, dass das Kind über einen gewissen Zeitraum hinweg aufrecht und stabil sitzen kann. In einem sicherheitsgeprüften Veloanhänger ist die Verletzungsgefahr für Kleinkinder geringer als in einem Velokindersitz. Zudem bieten Anhänger guten Schutz vor Wind und Wetter, und bei längeren Fahrten sind sie auch ein guter Schlaf-, Spiel- und Ablageplatz. Allerdings sind Velos mit Anhänger nur dann auf Radwegen zugelassen, wenn der übrige Veloverkehr dadurch nicht behindert wird. In Stosszeiten kommt man mit dem Veloanhänger im schlimmsten Fall also gar nicht ohne Umwege vorwärts. (Wobei: Soooo dicht ist der Veloverkehr hierzulande doch eher selten…)

Velokindersitze sind demgegenüber besser für die Beförderung auf kurzen Strecken geeignet, da sie sich fast überallhin mitnehmen lassen, leicht montierbar sind und wenig Stauraum benötigen. Bei beiden Transportsystemen ist darauf zu achten, dass sie zum Radtyp und zur Grösse des Kindes passen. Bei Velokindersitzen ist ausserdem zu bedenken, dass sie den Schwerpunkt des Rades verändern. Eine Probefahrt, bei dem man auch die Stabilität des Velos zusammen mit dem zusätzlichen Gewicht des Kindes testen kann, ist demnach unerlässlich.

Eine gute Sitzschale ist wichtig

Bei der Montage von Velokindersitzen ist vor allem auf das Gewicht des Kindes zu achten: Im Allgemeinen sind für den Hecktransport konstruierte Velositze aufgrund ihrer stabileren und höheren Konstruktion eher dafür geeignet, schwerere Kinder zu tragen, als Sitze, die vor dem Lenker angebracht werden. Die Gewichtsobergrenze für Hecksitze liegt bei etwa 22 Kilo, in Frontsitzen dürfen Kinder mit bis zu maximal 15 Kilo transportiert werden. Überdies bieten Hinterradsitze auch den besseren Fahrkomfort, denn Frontsitze können das Lenkverhalten beeinträchtigen.

Die Beratungsstelle für Unfallverhütung (BfU) rät sogar von Kindersitzen am Lenker oder im Bereich des Lenkes aus Sicherheitsgründen ab (Kindertransport mit dem Fahrrad – Broschüre). Besonders wichtig für eine sichere Fahrt im Velokindersitz sind eine ergonomische Sitzschale und eine gute Befestigungsvorrichtung mit Anschnallgurten und Hosenträgergurten wie auch Riemen, mit denen sich die Füsse in den Fussstützen des Sitzes fixieren lassen, damit das Kind nicht mit den Beinen in die Speichen geraten kann. Die Sicherheitsgurte sollten fest sitzen und vom Kind nicht gelöst werden können. Ein Helm für den Kinderkopf und Reflektoren an der Rückseite des Kindersitzes machen die Fahrt auf dem Velo noch einmal sicherer. Entsprechende Angebote für empfehlenswerte Velokindersitze sind bei Babywalz zu finden.

Einfach praktisch: Kindertransport per Velo. (Bild:

Einfach praktisch: Kindertransport per Velo. (Bildquelle: flickr.com, Mark Michaelis

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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