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Selbst die UNO fährt gerne Velo

Wir Velofahrenden wissen es schon lange, jetzt liegt die Bestätigung von ganz oben vor: Die UNO hat sich in einer Studie überaus positiv über das Velofahren geäussert. In Paris wurde Mitte April eine Expertise der UNO-Wirtschaftskommission in Zusammenarbeit mit der Weltgesundheitsorganisation WHO vorgelegt, die besagt, dass durch Veloförderung in europäischen Städten die Zahl der Verkehrsunfälle vermindert und gleichzeitig neue Arbeitsplätze geschaffen wurden.

In den grössten und wichtigsten Städten Europas ginge die jährliche Zahl der Opfer von Verkehrsunfällen oder Umweltbelastung um 10’000 gemeldete Fälle zurück, wenn der Veloanteil am Gesamtverkehr denjenigen von Kopenhagen erreichte. Ferner würden laut der Studie 76’000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Fahrrad- und Zubehörproduktion geschaffen. Die Ergebnisse basieren auf einer Studie aus Kopenhagen. Der Veloverkehr in der dänischen Hauptstadt wird seit Jahrzehnten gefördert, sodass Kopenhagen (BILD) als eine der fahrradfreundlichsten Städte weltweit gilt. Jede vierte Fahrt innerhalb der Stadt wird mit einem Fahrrad erledigt.

Gerade die französische Hauptstadt Paris droht im Verkehrschaos völlig zu versinken. Hier könnten vermehrt Velos als Ersatz eingesetzt werden. Zumindest ist dies der Vorschlag der WHO und der UNO. Dadurch würde ein ökonomisches und gesundheitsverträgliches Verkehrssystem entstehen.

Das Velo im Trend

Wie Paris ergeht es vielen europäischen Metropolen: Der Verkehr und die Mobilität sind eine der grössten Herausforderungen unserer Zeit. In Deutschland, genauer in Lörrach in Baden-Württemberg, wurde jüngst ein Parkhaus speziell für Velos eröffnet. 100 Abstellplätze bietet die Radstation. In Holland ist derlei längst an der Tagesordnung.  Nebst solchen Angeboten, vielen Konferenzen und Gesetzesentwürfen ist aber vor allem jeder und jede selbst für ein Umdenken verantwortlich. Die beste Veloförderung ist immer noch, selbst in den Sattel zu steigen und weniger Auto zu fahren. Velos liegen voll im Trend, und viele Online-Shops wie ackermann.ch bieten Velos und entsprechende Ausrüstung an.

Das EU-Parlament plant, den städtischen Warentransport verstärkt durch Lastenräder zu erbringen. Laut einer Studie, die im Rahmen des EU-Projekts «Cyclelogistics» erstellt wurde, könnten die Hälfte der Fahrten mit dem Velo durchgeführt werden, von Einkaufsfahrten von Personen zum nächstgelegenen Supermarkt ganz zu schweigen – hier könnten 90 Prozent der Fahrten problemlos mit dem Velo erledigt werden.

Die Vorteile des Velos beschreibt der Velofahrer ja in diesem Blog seit nunmehr vier Jahren aus buchstäblich eigener Erfahrung. Die aktuelle UNO-Studie zeigt, dass ein Um- bzw. Aufsteigen aufs Velo unausweichlich ist, will mann und frau nicht im Verkehrschaos untergehen und ausser Atem geraten.

Medienmitteilung zur WHO/UNO-Studie

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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