Suche
Suche Menü

Mit dem Velo lässt sich Karriere machen

Das Velo bringt Menschen voran. Von A nach B, aber auch im Leben. Eine ermutigende Geschichte dazu lese ich in der neuen Ausgabe von «gump! Zeitung für Mutanfälle» von «Gump & Drahtesel», einem sozialen Unternehmen im Bereich der beruflichen Integration in Bern (*). Darin wird beschrieben, wie der heute 27-jährige Miro Gadient vor sieben Jahren als einer der ersten Lernenden in der Velowerkstatt des «Gump & Drahtesel» eine dreijährige Lehre zum Zweiradmechaniker startete und

es mittlerweile zum Filialleiter eines Veloladens geschafft hat.  Miro kam nach einigen Umwegen zum «Drahtesel»; er verlor seine erste Lehrstelle und danach auch den Boden unter den Füssen. Der Platz in einer Wohngemeinschaft des «Gump & Drahtesel», ein Praktikum und später die Lehre gaben ihm wieder Halt. Nach der Lehre bekam Miro die Chance, bei Citycycles in Bern als Junior-Geschäftsleiter einzusteigen; ein Jahr noch ohne Budgetverantwortung, danach mit voller Verantwortung. «Das Velo ist mein Leben, meine Leidenschaft und meine Passion», sagt Miro Gadient in dem Beitrag.

Das Beispiel von Miro freut mich umso mehr, weil der Sohn unserer Nachbarin vor wenigen Wochen eine Lehrstelle im Velociped in Kriens zugesprochen erhalten hat. Er fängt seine Ausbildung als Velomech im August 2015 an. Der junge Elmar, der (unter anderem) besser Einrad fährt als mancher seiner Alterskollegen auf zwei Rädern, ist ebenso überzeugter Velocipedist wie Miro.

Eine weitere Liebe von Miro Gadient n gehört der Fotografie. Auf www.fivepastseven.tumblr.com beobachtet er das Leben durch die Linse. Mit Vorliebe aber das Velo. Reinschauen lohnt sich!

Übrigens: War Miro Gdient 2007 noch der einzige Lernende in der Velowerkstatt von «Gump & Drahtesel», schlossen dieses Jahr acht junge Menschen ihre Ausbildung in verschiedenen Bereichen ab. Seit August sind ingesamt 17 Lernende im Betrieb,

(*) Eines der Projekte von «Gump & Drahtesel» ist die Aktion «Velos für Afrika».

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.