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Der Alltagsradler sattelt sein Velo auch im Winter

Velofahren im Winter: Gut gekleidet und mit der richtigen Ausrüstung kein Problem. (Bild: www.pd-f.de / Gregor Bresser)

Velofahren im Winter: Gut gekleidet und mit der richtigen Ausrüstung kein Problem. (Bild: www.pd-f.de / Gregor Bresser)

Das Velo ein Fortbewegungmittel und Sportgerät bloss für die Sommerzeit? Mitnichten. Auch der Winter verspricht Velowonne. Die Bewegung und die frische Luft bringen den Kreislauf auf Trab und sorgen für einen klaren Kopf. Schnee, Minusgrade und Dunkelheit sind keine Gründe, die gegen die schönste Art der Fortbewegung sprechen, denn…

  • …Velofahren macht fit für den Sommer,
  • … Velofahren stärkt das Immunsystem,
  • … man kann das Trainieren kombinieren– mit einem Ergometer, Hometrainer oder der Rolle,
  • …die Velofahrer umgibt selten soviel Ruhe wie im Winter,
  • …Winternächte wecken die Sinne,
  • … modernes Material nimmt dem Winter den Schrecken.

Velofahren im Winter ist gesund

Velofahren im Winter ist eine Form des Ausdauertrainings und spart den Gang zur Apotheke. Wer seinen Körper durch diese Trainingsform auch bei kälteren Aussentemperaturen fordert, stärkt sein Immunsystem. Zudem wird durch den Aufenthalt im Freien mehr Vitamin D produziert, das seinerseits die Stimmungs- und Wohlfühlhormone ankurbelt. Da Schwitzen beim Velofahren auch im Winter nicht ausbleibt, braucht es die passende Bekleidung. Auf dem Velo wird Kälte besonders schnell an den Extremitäten spürbar, da sie weniger bewegt werden und permanentem Fahrtwind ausgesetzt sind. «Windchill» nennt sich der durch (Fahrt-)Wind verursachte Unterschied zwischen tatsächlicher und gefühlter Temperatur. Beim Radfahren ist dieser Effekt sehr stark und kühlt den Kopf, die Hände und die Füsse besonders schnell herunter.
Atmungsaktive Funktionswäsche, die den Körper wärmt und die Feuchtigkeit nach aussen transportiert, ist ideal. Die oberste Bekleidungsschicht sollte Wind und Wasser abweisen. Mit dem Velo unterwegs sein kann man bei Temperaturen bis minus zehn Grad recht problemlos. Danach ist die Luft zu kalt, es brennt in der Lunge. Um auch an besonders kalten Tagen in Bewegung zu bleiben, kann man seine Ausdauer alternativ daheim trainieren. Heimfitnessgeräte wie ein Ergometer oder Hometrainer sind eine Alternative für passionierte Velofahrer.

Sicher unterwegs im Winter

Damit es auch im Winter rund läuft, muss das Velo freilich entsprechend vorbereitet werden. Für mehr Halt auf der Fahrbahn sorgt ein reduzierter Reifendruck. Der Reifen liegt dann mit einer grösseren Fläche auf dem Untergrund auf und bringt mehr Grip. Zu empfehlen sind Winterreifen mit Spikes. Sie halten Radler auch bei Glatteis sicher in der Spur. Hierfür verzahnen sich oft mehrere hundert Metallstifte mit den eisglatten Flächen. Die Bremsen müssen nun regelmässig kontrolliert werden, da sie im Winter schneller verschleissen. Ist der Boden rutschig oder gefroren, sollten abrupte Bremsmanöver erst recht vermieden werden.
Für sicheres Velofahren im Winter sorgt eine gute Beleuchtung. Es passieren immer noch zu viele Unfälle mit Velofahrern, weil diese ohne Licht unterwegs sind. In der Schweiz sind für strassentaugliche unter anderem Reflektoren vorne (weiss) und hinten (rot) sowie an den Pedalen (orange) gesetzliche Pflicht, ferner bei Dämmerung, nachts und in Tunnels ein ruhendes Licht vorne (weiss) und hinten (rot). Sehen und vor allem gesehen werden ist in der dunklen Jahreszeit oberstes Credo bei Velofahrern. Auch wer sonst eher sportlich unterwegs ist – im Winter einen Gang herunterzuschalten und vorausschauend zu fahren, schadet nicht.
Wer im Winter das Aufsteigen auf den kalten Sattel fürchtet, kann sich mit einem Schaffell Überzug helfen. Dieser hält den Sattel warm und trocken. Damit ist das Velofahren gleich noch angenehmer.

Nur an wenigen Flecken auch in der Schweiz ist der Winter konstant. Es gibt warme Tage, es gibt kalte. Es gibt trockene Tage, es gibt feuchte. Deshalb sollte man vorbereitet sein, das Velo fahrbereit, die Kleidung gerichtet und eine Thermosflasche griffbereit. Wenn dann der morgendliche Nebel einem strahlend blauen Himmel weicht, vergeht keine Minute ungenutzt: Ab in den Sattel!

Quellenhinweis: Pressedienst Fahrrad, www.pd-f.de

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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