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Der Velofahrer lässt sich jetzt satellitensteuern

Das Testgerät Falk Ibex 32: In dem zigarettenschachtelkleinen Ding hat sozusagen die ganze Welt Platz.

Von oben gesteuert war der Velofahrer ja schon pränatal. Neuerdings ist er es auch von weniger hoch oben: In gut 20’000 Kilometern Höhe kreisen jene Satelliten um den Erdball, mit deren Signal sich unsere Position hinieden metergenau bestimmen lässt. GPS heisst das Stichwort, Global Positioning System, und es hat sich längst auch fürs Velo bewährt . Drum probier‘ ich, der sich seit seiner Pfadizeit stets mit einer Karte nur durchs Gelände und Strassenwirrwarr schlug, das jetzt mal aus und lass mich in nächster Zeit also gewissermassen global positionieren, wenn ich auf zwei Rädern unterwegs bin. United Navigation, Herstellerin der Falk-Navigationsgeräte, stellt mir für einige Wochen ein Ibex 32 mit der Premium-Outdoor-Karte für die Schweiz zur Verfügung, an dieser Stelle wird rapportiert.

Wobei es auf den nächsten Touren weniger um einen Test dieses Modells geht denn um Fragen wie:

  • Wie einfach oder kompliziert ist die Sache im Alltag?
  • Muss ich mich erst durch ein dickes Handbuch wälzen, um mich auf der nächsten Querfeldein-Tour nicht im Dickicht zu verfahren?
  • Verdrösle ich künftig Stunden vor dem Computer, bevor ich mich in den Sattel schwingen kann?
  • Und, für mich besonders wichtig: Wie viel Schnickschnack darfs denn sein und macht Sinn?

Denn eigentlich will ich nur dies:

  • Künftig unterwegs jederzeit wissen, wo ist fahre und stehe, ohne Karte und Kompass hervorholen zu müssen. Und in der Folge wissen, ob an der nächsten Kreuzung links oder rechts abzubiegen ist. (Dies auch zur Vorbeugung weiterer, dem ehelichen Zusammenleben nicht eben zuträglicher Dispute zufolge Uneinigkeit in dieser Hinsicht. Wer kann, wie ich, ebenfalls ein Liedlein davon singen?)
  • Eine Tour am Computer planen oder von dort herunterladen können, um sie danach ohne zeitraubendes Kartenstudium und andauerndes Verfahren abfahren zu können.

Das erste Fazit fällt durchaus positiv aus, denn:

  • Das Falk Ibex 32 ist grundsätzlich so gut wie selbsterklärend für Leute, die nicht mit zwei linken Händen am Computer sitzen. Die Kurzanleitung und zwei, Blicke in das online verfügbare Handbuch haben bis jetzt genügt. So muss es sein.
  • Zwei Routen für die nach Ostern geplante Schwarzwaldtour waren in je einer Viertelstunde aufgezeichnet und ins Gerät importiert. Auf dem Gerät selbst eine Tour zu planen dürfte jedoch eher knifflig – will heissen: mühselig – sein.
  • Auf der Testrunde vorhin um den Baldeggersee hat das Ibex 32 selbst kleinste Weglein erkannt.
  • In technischer Hinsicht also: alles im grünen Bereich. Einfache Sache, spassfördernd. Hinsichtlich Handling: Das Display spiegelt bisweilen unangenehm, der Bildschirm reagiert nicht auf jede Berührung so leicht, wie er sollte, und die Ein-Aus-Standby-Taste rechts am Gerät braucht ordentlich Druck.

Soweit so klar. Ich melde mich wieder. An dieser Stelle, sofern mich die Satelliten nicht ins Nirwana steuern.

Welche Erfahrungen machst Du mit GPS-Navigation auf dem Velo? Welche Features sind Dir wichtig? Welches Gerät überzeugt Dich? Deine Meinung interessiert, nutze das Kommentarfeld!

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Einschalten, auf «Karte» drücken, und schon findet das GPS-Gerät mein Zuhause. Metergenau.

 

 

 

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Ich konnte mich bis jetzt nicht zu einem GPS durchringen. Einerseits weil einige Radkollegen damit unterwegs sind – der Weg ist damit gesichert. Andererseits hat gerade das Verfahren oder spontan in einen Weg einbiegen einen besonderen Reiz. Dadurch entdeckte ich schon den einen oder anderen schönen Fleck. Durchgeplant wäre das nicht möglich gewesen. Natürlich nervte ich mich auch schon mehr als einmal… ..als es nicht mehr weiter ging und viel Zeit vertrödelt wurde.
    Sportliche Grüsse
    Martin

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    • Lieber Martin, so ging es mir lange auch. Und ich hatte und habe immer noch viel Freude am Kartenlesen, ich kann mich stundenlang in die Routenplanung vertiefen. Die drei Tage im Schwarzwald diese Woche, an denen ich erstmals mit dem GPS unterwegs war, haben mich aber begeistert und überzeugt. Das Zeichnen der Route zuhause am PC war kinderleicht und dauerte nur kurz – mit dem Ergebnis, dass ich unterwegs kein einziges Mal die Karte zücken musste, um die richtige Abzweigung zu erwischen. Selbst auf Waldwegen nicht. Im Sommer werde ich also sicher ein Navi dabeihaben. Aber ein ganz einfaches – es muss nicht mehr können, als meine Position anzeigen und mich auf heruntergeladenen Routen zu führen. Probiers also doch mal aus!

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