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Bahn frei oder: Wo es mit dem Velo garantiert rund läuft

Bahn frei! Im Schnupperkurs auf der Rennbahn in Grenchen. | © 2015 Dominik Thali

Draussen herrscht, ganz ungewohnt zu dieser Jahreszeit, immer noch Velowetter: Sonne pur und 15 Grad. Für gewöhnlich stecken wir im November unter dichter Decke und trocknen alle paar Kilometer die Nebeltröpfchen von der Brille. Für solche Tage ist der heutige Ausgehtipp für die Freundinnen und Freunde des gepflegten Radsports gedacht: Probierts mal mit ein paar Runden auf der Rennbahn! Wir, Velofahrer und Sohn, haben vorgestern einen Schnupperkurs auf dem Velodrome Suisse in Grenchen belegt. Und ganz schön Spass daran. Vorab: die Rundendreherei macht süchtig. Wär‘ die Rennbahn nicht zwei Zugstunden von meinem Wohnort entfernt, ich wür‘ gleich einen Bahnkurs belegen und mich in diese ganz andere Variante des Radelns einfahren.

Im Kursgeld von 80 Franken sind Velo und Schuhe inbegriffen, mitzubringen sind nur Helm, Velobekleidung und Handschuhe. Nach ein paar Sätzen Theorie gehts alsodann los auf der 250-Meter-Bahn: Runde für Runde immer höher durch die 46 Grad geneigten Kurven, und wovor man zu Beginn ordentlich Respekt hatte (ich wenigstens), ist schon bald das pure Vergnügen. Wir üben schon bald den Führungswechsel, steigen dabei über die blaue Linie hoch, lassen uns zurückfallen und stechen, als wieder letzter der Gruppe, herunter auf Linie rot. Die Linie in der Gruppe zu halten, zentimeternahe aufzuschliessen: Solcherlei ist freilich höhere Technik, und die Präzision, die dies abverlangt, bedingt jahrelanges Training.

Wohin dies führt, war im Oktober an den Europameisterschaften auf dieser Bahn eindrücklich zu beobachten. Zum Beispiel hier beim Keirin-Final der Männer:

So weit sind wir noch nicht und werden es nie sein. Aber die 37 Kilometer oder 148 Runden während der zwei Kursstunden werden bestimmt nicht die letzten gewesen sein.

Erst will das Aufsteigen gelernt sein: sich an der Bande festhalten, auf den Pedalen einklinken, dann kanns losgehen. | © 2015 Dominik Thali

Erst will das Aufsteigen gelernt sein: sich an der Bande festhalten, auf den Pedalen einklinken, dann kanns losgehen. | © 2015 Dominik Thali

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Startklar: Das Velodrome Suisse stellt Räder und Schuhe zur Verfügung, mitzubringen sind nur Velobekleidung und Helm. | © 2015 Dominik Thali

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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