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Eine Weltreise mit dem Velo? – Auf die Planung kommt es an

Begegnung unterwegs im Burgund im Sommer 2015: Zita und Arpi aus Ungarn, unterwegs auf einer vierjährigen Hochzeitsreise.

Einmal um die Welt radeln – das klingt nach Spass, Freiheit und Abenteuer. Aber es ist auch anstrengend – physisch wie psychisch. Zweifelnde Fragen wie «Was mache ich hier überhaupt?» oder «Will ich das wirklich?» tauchen während der Reise unweigerlich auf. Wer eine genaue Vorstellung davon hat, was ihn erwartet, der hat es leichter. Wie plant man also eine Reise um die Welt mit seinem Velo so, dass auch alles klappt?

Logik und Praktikabilität sind gefragt
Veloreisen bedeutet nicht nur Sehenswürdigkeiten ansehen, andere Kulturen entdecken und die Schönheit des Fahrens. Es bedeutet auch, dass man praktisch und logisch denken und Gegebenheiten wie körperliche Fitness, Windrichtung, Höhenmeter und Gepäckgewicht richtig einschätzen bzw. planen muss. Vor allem beim Gepäck merkt man schnell, was zu viel und unnötig ist sowie was man doch besser hätte mitnehmen sollen. Erfahrene Velofahrer haben es da leichter, denn sie wissen: Möglichst leicht sollte das Gepäck sein, funktionell, handlich und qualitativ, das heisst langlebig.
Auch die Velo-Route sollte zumindest in groben Zielen vorausgedacht werden. Dabei sollte auch die Hauptwindrichtung beachtet werden. Gegenwind ist beileibe kein Freund des Velofahrers – das wissen auch Laien. Besonders wenn man über Tage, vielleicht sogar Wochen gegen den Wind fährt, ist das anstrengend und demotivierend. Velofahrer sollten deshalb auf die Erfahrungen anderer Veloreisender zurückgreifen. Auf Reiseblogs wie beispielsweise diesem findet man spannende Reiseberichte und auch nützliche Tipps zur Ausrüstung.

Die Finanzierung ist immer möglich
Die Finanzierung hängt natürlich vom Einkommen und dem eigenen Lebensstil ab. Was eine einjährige Veloreise kostet, hängt von den bereisten Ländern und den eigenen Ansprüchen ab – man kann mit 10 bis 15 Euro pro Tag auskommen wie Martin, das sind dann um die 5000 Euro im Jahr. Es kann aber auch ein Mehrfaches sein. Je nachdem, welche Route man wählt, kann man unterwegs etwas arbeiten und damit die Reisekasse auffüllen. Auch Sponsoren (Velohändler, Outdoor-Ausstatter, lokale Zeitungen oder Privatspender, die man über beispielsweise einen eigenen Blog erreicht) sind Möglichkeiten, die Reise zu finanzieren. Wichtig ist, dass man die Sponsorensuche vorab plant, denn sie ist schwierig und oft langwierig.
Wer genug Geld zusammen hat und losradelt, steht schon vor der nächsten Frage: Wie bewahre ich das Geld am sichersten auf. Bank- und Kreditkarte sind wohl die beste Option. Es gibt viele Banken, die Kreditkarten anbieten, die das kostenlose Abheben von Bargeld in der ganzen Welt ermöglichen. Zudem gibt es Bezahlmethoden wie zum Beispiel paysafecard. Mit dem Erwerb sogenannter PINs kann man dann sicher mit Benutzernamen und Passwort bei zahlreichen Onlineshops bezahlen und beispielsweise beim Telefonieren oder bei der Nutzung von Onlinespeichermedien (für Travel-Fotos, Videos, Berichte) sparen. In ländlichen Gegenden hingegen empfiehlt es sich, etwas Bargeld dabei zu haben.

Allein und zusammen auf Tour
Wer gemeinsam mit anderen reist, reist sicherer. Allerdings spielen Faktoren wie Fahrtempo oder Reichweite eine Rolle, denn wenn die Fahrer in ihrer körperlichen Fitness zu unterschiedlich sind, kann es schnell belastend werden – für beide. Auch in der Vorstellung des Reisens sollten alle harmonieren. Stehen Kultur, Menschenkennenlernen und das Eintauchen in die Region im Vordergrund oder ist es das tägliche Velofahren, das den Reiz der Reise ausmacht? Viele Velofahrer teilen sich deshalb auf und verabreden ungefähre Reiseziele, an denen sie sich wieder treffen. Auch wenn der Velofahrer auf der Strecke eher ein Einsiedler ist, so braucht er doch hin und wieder den sozialen Kontakt. Für sowas gibt es zum Beispiel gemeinsame Radeleien wie die Velowallfahrt, die jedes Jahr für ein geselliges Miteinander von Luzern nach Einsiedeln sorgt.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

4 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Man muss sich vor allem gut überleben, auch welchem Planeten man die Tour machen will. Der Mars gilt als recht staubig, was Kettenprobleme macht. Venus ist eher hügelig, braucht kleine Gänge. Und auf dem Mond muss man beim Reifendruck acht geben wegen der fehlenden Atmosphäre.
    Sonst aber guter Artikel!

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  2. Da muss man echt an vieles denken, wenn man so eine Reise vorhat. Gute Denkanstöße für eine Planung!

    Viele Grüße
    Jessica

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  3. Pingback: #Lieblingsblogs Empfehlungen von euch für euch – Coffee & Chainrings

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