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Unterwegs rastet der Velofahrer gerne bei einer Kirche

Die Kapelle Flüss oberhalb Nottwil liegt an der Herzroute-Etappe von Willisau auf Zug. Ein wunderschöner Rastplatz mit prächtiger Aussicht auf den Sempachersee. | © 2016 Dominik Thali

Velowegkirchen sind gastfreundliche Kirchen, die sie sich an einem Veloweg befinden und sich mit einer kleinen Aufmerksamkeit an Velofahrende richten. Sei es ein Rastplatz vor der Kirche, sei es Flickzeug, eine Pumpe, Wasser in der Kirche. Ein Hinweis auf den Velomechaniker im Ort, ein speziell gestaltetes Gästebuch, Kerzen zum Anzünden runden das Angebot ab. So beschreibt die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn die Idee auf ihrer Website. Im vergangenen Herbst hat sie die ersten 15 Kirchen entlang der Herzroute, der Veloroute quer durch die Schweiz besonders für Elektrovelos, mit dem entsprechenden Label ausgezeichnet. «Erfahrungen in Deutschland zeigen, dass Kirchen deutlich öfter besucht
werden, die verlässlich geöffnet sind und aktiv aufzeigen, dass Velofahrende willkommen sind», sagt Ralph Marthaler, vom Bereich Bereich Gemeindedienste und Bildung der reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn.
Die aus Deutschland stammende Idee soll nun auch im Kanton Luzern Fuss fassen. Als Kommunikationsverantwortlicher der katholischen Kirche im Kanton Luzern und passionierter Velofahrer versuche ich sie mit einem ebenso zweirad-getriebenen Kollegen zu verwirklichen. Als erstes bin ich vor einigen Tagen die Herzroute auf ihrem Luzerner Abschnitt abgefahren, um eine kleine Bestandesaufnahme der hier möglichen Velowegkirchen zu erstellen. An wunderschönen Orten fehlt es wahrlich nicht; die hier abgebildete Flüss-Kapelle oberhalb Nottwil und die Kapelle St. Ulrich in Buttisholz sind nur zwei Beispiele von vielen. Am Pfingstmontag lädt die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn zu einer Eröffnungsfahrt von Niederscherli nach Murten ein, an der wir teilnehmen werden. Danach wirds konkret: Lässt sich die Idee auch im Kanton Luzern umsetzen? Dafür werden nicht nur gute Ideen gefragt sein, sondern auch Arbeitszeit, Geld und Unterstützung vor Ort. Die Grundvoraussetzungen selbst – eine tolle Landschaft und einladende Kirchen, die sich eignen – sind aber auf jeden Fall vorhanden.
Kirchen und Kapellen sind Fixpunkte auf Velotouren, unabhängig von der eigenen Einstellung zu Glaube und Religion. Eine Bank zum Verweilen, ein schattiger Platz, ein Moment der Stille, ein Blick in die (Orts-)Geschichte – was man mag unterwegs und sucht, findet sich häufig hier.

Die Kapelle St. Ulrich in Buttisholz ist eines von vielen Kirchlein an der Herzroute im Kanton Luzern. Unbedingt sehenswert! | © 2016 Dominik Thali

Die Kapelle St. Ulrich in Buttisholz ist eines von vielen Kirchlein an der Herzroute im Kanton Luzern. Unbedingt sehenswert! | © 2016 Dominik Thali

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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