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Der Hilliminator, das steilste Spektakel auf zwei Rädern

Er ist 300 Meter kurz, aber bis zu 30 Prozent steil: der Hilliminator-Bergsprint in Luzern. Am 28. Mai stellten sich 48 Fahrerinnen und Fahrer dieser Herausforderung. Mit seiner dritten Austragung hat sich der aussergewöhnliche Bergsprint etabliert. Teilnehmende und Publikum reisen dazu aus der halben Schweiz an.

«Cool» sei es gewesen und «ein gutes Training», meinte Tagessieger Matthias Alig nach der Siegerehrung. Der Bünder aus Vals, ansonsten mit dem Bike unterwegs, hatte mit 1:12.74 Minuten als Einzelstartender die Tagesbestzeit erzielt und fuhr in der Ausscheidung in der Kategorie Lizenzierte auf den zweiten Rang. Es waren hart erkämpfte Medaillen: Der Hilliminator, ein Bergsprint für Mountainbiker, Gümmeler auf dem Rennvelo und Plauschvelofahrer auf der Hochbühlstrasse mitten in Luzern, ist zwar nur 300 Meter lang, weist aber 60 Meter Höhendifferenz auf und weist auf seinem steilsten Abschnitt ein Gefälle von 30 Prozent auf. Gesprintet wurde in den Kategorien Herren Fun, Herren Masters, Herren Lizenz, Frauen und Singlespeed.

An die Bestzeit der ersten Austragung vor zwei Jahren – 59 Sekunden – kam Alig jedoch nicht heran. Grund: Der Regen bis kurz vor dem Rennstart. Er machte den Abschnitt im Wald glitschig. Die Fahrerinnen und Fahrer waren hier praktisch gezwungen, sitzend in die Pedale zu treten. Wer aus dem Sattel stieg, lief Gefahr, zu wenig Druck auf das Hinterrad zu bringen und dieses durchdrehen zu lassen.

Inzwischen etabliert
Gleichwohl: «Petrus ist ganz offensichtlich ein Hilliminator», freute sich Ruben Wey, der das originelle Bergrennen 2014 ins Leben gerufen hat und seither mit einem begeisterten Team durchführt. Während des Rennens schien die Sonne, doch kaum begannen sie Abräumarbeiten, setzte wieder Regen ein.

Mit seiner dritten Austragung hat sich der Hilliminator in der Szene und beim Publikum endgültig einen Namen gemacht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen inzwischen aus neun Kantonen. «Wir bieten ein Spektakel, das sich offensichtlich herumgesprochen hat», freut sich Wey. Davon herausfordern lassen sich auch Verrückte wie Daniel Markwalder aus Weinfelden, der mit einem Militärvelo an den Start ging. Der dreifache Zürich-St.Gallen-Sieger in dieser Disziplin musste die zweite Streckenhälfte absteigen und stossen. Sein Kommentar: «Heilandsack!» Extrem seis gewesen und steiler als gedacht. Das Lachen verging ihm darob freilich nicht, und Ruhm und Ehre heimste er ebenso ein wie die Sieger. Oder der Krienser Velociped-Frontmann Marius Graber, der die Strecke mit einem Lastenvelo bewältige. Samt gefüllter Bierharasse.

Auch für Kinder
Der Hilliminator ist freilich nicht nur die Herausforderung für grosse Grössen auf zwei Rädern, sondern auch die kleinen. 15 Kinder im Vorschulalter strampelten diesmal mit dem Laufrad oder Kindervelo den Berg hoch, natürlich mit richtiger Startnummer und auf der Startlinie der Grossen. Für alle ging es über einen kleinen Parcours dem Ziel entgegen, einfach nicht bis ganz oben. Alle erhielten einen kleinen Erinnerungspreis.

  • Ergebnisse, Bilder und mehr Informationen auf www.hilliminator.ch
  • Der Hilliminator 2017 findet wiederum Ende Mai statt, das Datum steht noch nicht fest.

Alle Bilder zu diesem Beitrag von Roberto Conciatori, Fotograf in Luzern – herzlichen Dank!

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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