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Dynamische Bilder: Velofahrer in Bewegung fotografieren

Es braucht viel Übung und Geduld, wie dies Marek Kubica für dieses auf Flickr gefundene Bild geschafft hat. | © 2013 flickr.com/Marek Kubica

Dem ein oder anderen wird das Problem bekannt vorkommen: Man versucht, vorbeifahrende Velofahrer zu fotografieren, aber die Ergebnisse sind immer verschwommen. Bewegungen von Menschen oder Fahrzeugen professionell festzuhalten, ist alles andere als einfach. Doch es gibt eine Methode, mit der dies gelingt.

Gemeint ist die Technik des Mitziehens, bei der es darum geht, die Bewegung eines Motivs mit zu verfolgen. Einzige Voraussetzung ist eine Kamera mit verstellbarer Verschlusszeit und etwas Fingerspitzengefühl. Für gewöhnlich wird die Kamera bei der Aufnahme mit offenem Verschluss von links nach rechts oder umgekehrt geschwenkt. Der gewünschte Effekt: Der Velofahrer im Vordergrund ist scharf, während die Landschaft im Hintergrund verschwimmt.

Übung macht den Meister
Um auf diese Weise gute Bilder zu schiessen, ist zunächst viel Übung erforderlich. Zum Ausprobieren eignen sich Motive, die ihre Geschwindigkeit über eine längere Distanz halten – wie zum Beispiel Züge. Am besten man positioniert sich möglichst weit weg, damit die Schärfeebene gleich bleibt und man sich allein auf das Mitziehen konzentrieren kann. Ein Stativ kann am Anfang hilfreich sein.

Die richtigen Kamera-Einstellungen
Für anspruchsvolle Fotos, wie man sie etwa bei Lumas findet, muss ausserdem die Kamera richtig eingestellt sein. Wichtig ist eine vergleichsweise lange Belichtungszeit, die sich nach der jeweiligen Geschwindigkeit des Motivs richtet. Für schnelle Objekte in der Nähe eignen sich Werte zwischen 1/10 bis 1/60 Sekunden; bei langsamen Motiven muss sie entsprechend niedriger ausfallen. Lange Belichtungszeiten garantieren zwar einen effektvollen Hintergrund, jedoch erhöhen sie auch den Schwierigkeitsgrad für ein scharfes Bild.

An sonnigen Tagen kann das Foto darüber hinaus stark überbelichtet wirken. Ist dies der Fall, sollte man den ISO auf die niedrigste Stufe und die Blende auf den höchsten Wert einstellen. Verfügt die Kamera über einen mitführenden Autofokus, sollte man diesen verwenden. Auch die Benutzung des Serienmodus‘ ist beim Mitziehen sinnvoll, weil eine Reihe von Bildern die Chance auf ein gutes Foto erhöht. Alternativ sollte man – wenn möglich – manuell eine Vielzahl von Fotos schiessen.

Mitziehen bei Velofahrern
Um die Methode des Mitziehens bei einem Velofahrer anzuwenden, sollte dieser mit möglichst gleichmässiger Geschwindigkeit an einem vorbeifahren, während man sich selbst am Strassenrand oder ein wenig weiter davon abseits positioniert. Bereits aus grösserer Entfernung verfolgt man ihn dann mit der Kamera, visiert einen bestimmten Punkt im Motiv an und drückt in der Bewegung den Auslöser. Die Kamera muss exakt so schnell geschwenkt werden, dass sich der Fahrer in der gewählten Belichtungszeit immer an der gleichen Position im Sucher und auf dem Sensor befindet.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Dominik,
    Verständlich erklärt mit Beispiel, Links und Video. Bei Mitzieher macht Übung den Meister. Die Einstellungen sind schnell gefunden aber Ergebnisse wie die Profis an einem Downhill Rennen hin zu bekommen, Fahrer absolut scharf, vor allem der Kopf, ist eine Kunst. Es gibt auch Zoomtechniken mit denen man Fahrer dynamisch in Szene setzten kann. Vielleicht was für einen weiteren Artikel zum Thema Velofahrer Fotografieren?
    Gruss Patrick

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