Danke sagen auf zwei Velorädern

Velofahren ist Lebensfreude und Velopilgern eine Form, diese in Gemeinschaft zu pflegen und dafür Danke zu sagen. Seit 2013 gibts die Luzerner Velowallfahrt nach Einsiedeln als Teil der Landeswallfahrt, zu der die (katholische) Kirche und der Kanton gemeinsam einladen. Gestern Samstag (6. Mai) traten so 40 Frauen und Männer in die Pedale, so viele wie noch nie. 75 Kilometer misst die Strecke dem Vierwaldstättersee ins Klosterdorf, 1406 m hoch ist die Ibergeregg, die Herausforderung, die es nach halber Strecke zu bewältigen gibt. Eine Anstrengung, die in meditativem Tritt auch diesmal alle meisterten, um auf der Passhöhe auf das Leben anzustossen; dankbar für die geschenkte Kraft, den gesunden Körper und Geist, die vermeintlichen Selbstverständlichkeiten des Alltags. Am Start und am Ziel und an vier Haltestellen unterwegs findet sich die Gruppe jeweils zu einem spirituellen Innehalten zusammen, jede und jeder macht mit, wonach ihm und ihr ist. In Vitznau wird kaffeepausiert, bei der Kapelle Oberschönenbuch in Ingenbohl zum Mittag gerastet.

Was das Wetter betrifft, müsste hier eigentlich nichts angemerkt werden, besteht doch der Unterschied zwischen Velofahren und Velopilgern darin, dass letzteres unter allen Umständen stattfindet. Gleichwohl: Der gestrige Tag war diesbezüglich ein Geschenk. In Küssnacht durften die Regenhosen versorgt werden, ab Vitznau sorgte der Föhn für Tempo, und den Berg hoch herrschten Kurze-Hosen-Temperaturen. Erst auf der Schlussetappe dem Sihlsee entlang liess es Petrus schütten. Die Velopilger nahmen es als Segen des Himmels hin.

Die Velowallfahrt 2018 findet am Samstag, 12. Mai 2018 statt. Alle Informationen dazu finden sich zudem auf www.velowallfahrt.ch.

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