Velostau: Autofahrer pochen auf getrennten Fahrstrassen

Ein Stau mit tausenden von Velofahrerinnen und -fahrern heute im Luzerner Seetal hat sich erst nach sieben Stunden aufgelöst. Die Durchfahrt für Autos war während dieser Zeit vollständig blockiert. Nun fordert «Pro Auto» mit Nachdruck getrennte Fahrstrassen für den motorisierten Verkehr.

Rum den Baldeggersee herrschte zwischen 10 und 17 Uhr ungewöhnlich dichter Veloverkehr. Zwischen Hochdorf und Altwis waren in dieser Zeit tausende Einzelpersonen, Familien und Gruppen auf zwei Rädern unterwegs, dies trotz spätsommerlicher Hitze.

«Pro Auto» übt nach diesem Ereignis nicht zum ersten Mal Kritik an der «ungenügenden Verteilung des Strassenraums zugunsten der Velos» und der damit eingehenden mangelnden Sicherheit, wie es in einer Medienmitteilung der Lobbyorganisation heisst. «Pro Auto» erinnert darin an das nationale Autostrassengesetz (ASG), das seit dem 1. Januar 2023 gelte. Das ASG verpflichtet die Kantone, bis 2042 durchgehende und sichere Autostrassennetze zu planen und zu bauen. Auch der Bund muss auf seinen Strassen den Autoverkehr verstärkt berücksichtigen. «Pro Auto» und seine über 40 Regionalverbände setzen sich dafür ein, dass Bund und Kantone diese Aufgaben in der nötigen Qualität und fristgerecht erfüllen.

Ironie off. Das Bild entstand am Slow up Seetal vom 16. August 2026, der autofreien Rundfahrt um den Baldeggersee. Hätte der Veloverkehr in der behördlichen Mobilitätsplanung den gleichen Stellenwert wie der motorisierte, könnten solche Bilder ungefährer Alltag sein.

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