Kategorie: Geschichte

«Das Velorad ist eine eigentliche Leuteplage»

[…] kommen wir noch auf eine andere Fahrerei. Was im Dienst eines vernünftigen Menschen ein nützliches, löbliches Instrument, wird unter der Leitung (oder besser gesagt Nichtleitung) eines zweibeinigen Kamels zur grössern Landplage als zur Zeit ein Überfall durch Heustöffel. Ja, zur eigentlichen Leuteplage hat sich das Velorad herausgebildet. Tag und Nacht, auf Strasse und Feldweg, über Äcker und abgemähte Wiesen, siehst du ihn hinrasen, den Radelwüthrich, den Kopf vorgebogen, wie… Weiterlesen

Das Leben, die Liebe, dieses Velo

Rosmarie Schürch aus Hochdorf und ihr Dreigänger – Etappenorte auf einer Lebensfahrt. Der nachfolgende Text ist für die «Seetaler Brattig» entstanden, den volkskundlichen Jahreskalender für das Luzerner Seetal, den ich im Nebenamt redigiere. Am 14. April 2018, der Morgen war sonnig, schob Rosmarie Schürch, Jahrgang 1934, ihren Dreigänger, Jahrgang 1954, an die Hofderer Velobörse und liess diesen mit 50 Franken anschreiben. Für diese Relikt werde sich zweifelsfrei eine Käuferschaft finden… Weiterlesen

Ein Jahr im Sattel, heute im Gedenken an Herrn Drais

Ein bisschen, find‘ ich, ist es schade und auch widersprüchlich, dass dieses Buch Karl Friedrich Drais,  den Erfinder der Laufmaschine, Vorläuferin des Fahrrads, an seinem Todestag würdigt, dem (heutigen) 10. Dezember, und nicht am Geburtstag, dem 29. April. War der Verblichene doch mit seiner Konstruktion recht eigentlich der Vorfahrer des späteren Fahrrads, des schönsten und genialsten aller Fortbewegungsmittel, was in diesem Jahr zu feiern war und auch gefeiert wurde, denn am… Weiterlesen

Längst fährt auch die Nonne Velo

200 Jahre Fahrrad – von der Kanzel aus betrachtet: 1817 baute der badische Forstlehrer Karl Drais mit dem Laufrad die Urform des heutigen Velos. Ein Blick zurück im Jubiläumsjahr zeigt: die Kirche mochte sich erst nicht in den Sattel schwingen. Die Quellenlage sei zwar mager, räumt der deutsche Technikhistoriker Hans-Erhard Lessing ein. Das kurze Kapitel «Die Kirche und das Rad» in seiner neuen «Kulturgeschichte des Fahrrads» ist allerdings amüsanter Stoff.… Weiterlesen

Die Grenzen der Geschwindigkeit oder: das Velo gibt das Tempo vor

Ivan Illich rief 1973 dazu auf, der Geschwindigkeit zu misstrauen. Er nannte sie ein Trugbild, das uns heimatlos macht. Können Illichs Gedanken uns heute noch bewegen?, fragt sich Paul Dominik Hasler in einem Artikel im «Zeitpunkt» Nr. 143. Wir verbreiten den spannenden Beitrag an dieser Stelle gerne weiter – nicht nur für jene, die noch nicht wissen, wie sie am 5. Juni über die Milchkuh-Initiative abstimmen wollen. Danke für die… Weiterlesen