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Mitbringsel von der Eurobike: Schöne Prospekte von schönen Velos. Mit denen aber auch Leute rumfahren sollen.

Nach der Eurobike ist zurück im tristen Veloalltag

Autosalons wirken. Velomessen leider nicht. An Autosalons reisen die Besucherinnen und Besucher im Auto an und kaufen danach ein neues. Damit fahren sie auf Strassen, die ihnen der Staat baut, und so rollen sie für gewöhnlich schnell und sicher durch den Alltag. Politik und Wirtschaft schalten ihnen die Ampeln grün.

An Velomessen wie der Eurobike vergangene Woche reisen ganz viele Besucherinnen und Besucher ebenfalls im Auto an und kaufen danach aber kein neues Velo. Das Velo macht Weiterlesen

Sympathischer Wegweiser: Der Hinweis zum Musée du Vélo in Tournus.

Neues fürs Velo? Gibts auch im Museum zu bestaunen

Nächste Woche trifft sich die Velowelt wieder in Friedrichshafen. An der Eurobike, der Leitmesse der Fahrradindustrie, zeigt und brüstet sich, was der Markt hergibt. Da wird viel Neues darunter sein – aber  vieles auch, das dieses Attribut nur vermeintlich in Anspruch nehmen darf. Denn: Das Velo an sich ist seit 200 Jahren erfunden (1817, Stichwort Draisine), der Pedalantrieb seit 1861 (Stichwort Ernest Michaux). Weiterlesen

Der Schulweg ist ein Ort der Begegnung und Erlebnisse - wenn er sicher ist. (Bild: www.pd-f.de / Kay Tkatzik)

Elterntaxi statt Velo: fragt auch jemand nach den Gründen dafür?

Als ich ein Bub war, durften nur jene Kinder mit dem Velo zur Schule, die weiter als einen Kilometer davon entfernt wohnten. Heute wird schon von Mami gefahren, wer bloss einen Steinwurf weit hat. Früher kontrollierte der Herr Lehrer, ob jemand verbotenerweise das Velo nehme. Heute rufen Schulleitungen, Polizei und VCS Jahr für Jahr im August die Eltern dazu auf, die Kinder zu Fuss zur Schule zu schicken und sie Weiterlesen

Eine Familie unterwegs am Canal du Centre zwischen Chagny und Chalon-sur-Saône: traumhafte Bedingungen, um das Velofahren von seiner schönsten Seite zu erleben.

Mit der «petite reine» durch Burgund und Dombes

Die Franzosen nennen das Velo gerne «la petite reine» (*), die kleine Königin. Ein schönes Bild: Wir pedalieren mit unseren Rädern stolz durch die Lande; das Haupt erhoben, sind wir den minderen Automobilisten um Kopfhöhe überlegen. Allein, sucht man danach, wie les Français dieser «petite reine» huldigen, finden sich wenig Beispiele dafür. Will heissen: Le vélo ist in Frankreich immer noch und vorab ein Fortbewegungsmittel, dessen man sich in der Freizeit bedient. Dieses Fazit ziehen wir nach zwei Wochen Veloferien im Burgund und in den Dombes, unterwegs gewesen von Dijon nach Lyon.

Abwertend sei dies nun keineswegs gemeint, vielmehr Weiterlesen

Boule-Spieler (oder Pétanque?) in Dijon. (Bild: Bild/www.flickr.com/photos/pat21)

Faison un peu du vélo en Bourgogne

Nous sommes partis, chèrs amis et collègues: Ab übermorgen nous nous déplaçons für zwei Wochen in westlicher Richtung pour faire un peu du vélo. Ab Dijon (*) gehts vorerst 40 Kilometer in westlicher Richtung nach Saffres, wo ein kleiner innerfamiliärer Stützpunkt zu einem Kurzaufenthalt lockt. Danach werden wir kreuz und quer den Kanälen entlang, durch Weinberge, Städte und Städtchen durch die Departemente Côte-d’Or, Saône-et-Loire, Aine und Rhône bis Lyon pedalen. Wie immer mit Sack und Pack, Zelt und Schlafsack also, Augen und Ohren offen und zwei Finger an den Bremsgriffen, um ansgesichts kleiner und grösserer Schönheiten am Wegrand rechtzeitig bremsen zu können. Nous sommes ravis de nos vacances en Françe und hoffen, auch Euch bleibt in diesen Sommerwochen ein wenig Zeit, die Zeit Zeit sein zu lassen. On se verra!

Sachdienliche Hinweise auf Sehenswürdigkeiten und sonstige lohnenswerte Abstecher auf dieser Tour werden übers Kommentarfeld gerne entgegengenommen. Danke!

(*) Es ist tatsächlich gut möglich, mit dem TGV ab Basel nach Dijon zu reisen und die Velos unverpackt mitzunehmen. Wer rechtzeitig reserviert und möglichst unter der Woche reist, hat gute Chancen auf die wenigen Veloplätze, die es in jeder Komposition gibt. Die Reisezeit ab Basel beträgt anderthalb Stunden.

P.S.: Ich gelobe, mon français in den kommenden zwei Wochen zu schärfen…!