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Auf der Velotour das Gepäck gut und sicher transportieren

Hinten zwei Taschen, vorne zwei - so gehts am besten und bequemsten unterwegs. Das Bild entstand 2012 in Dänemark. | © 2012 Dominik Thali

Wer eine Velotour machen will, hat zumeist ordentlich Gepäck dabei. Vom Trinkwasser über Schlafsack und Zelt bis hin zu Klamotten und Werkzeug. Hier heisst es: Logisch denken und seine Utensilien entsprechend nach Nutzen, körperlicher Fitness und Fahrroute planen.

Sollte der Velofahrer mal und ausnahmsweise per Koffer unterwegs sein (und, vielleicht, mit dem Velo in der Tragtasche) wird er auf Seiten wie koffer.ch fündig, wo man sich aus einer Vielzahl verschiedener Designs und Zubehörs samt Erläuterungen alles Wichtige herauspicken kann. Für Velofahrer gestaltet sich die Suche allerdings schwieriger, denn wie und womit man sein Gepäck tragen kann, lässt sich nicht pauschal sagen. Manch einer bevorzugt Seitentaschen, ein anderer fährt mit einem Rucksack wie dem Yak auf dem Rücken und ein wiederum anderer zieht lieber einen Anhänger. (So habe ich es jeweils gehalten, als wir mit dem Nachwuchs unterwegs waren.) Für Kleinigkeiten wie Dokumente, Karten oder Flickzeug gibt es Lenker- und Satteltaschen. Alle Varianten haben Vor- und Nachteile, die man für sich abwägen muss. Ums Ausprobieren kommt man also nicht herum.
Seitentaschen vorn und hinten
Bei Veloreisen muss das Gewicht immer gleichmässig verteilt werden. Da bereits ein Grossteil des Körpergewichtes auf dem hinteren Rad liegt, sollte man sein Gepäck auf hintere Seitentaschen sowie Lowriders vorne verteilen. Dadurch erreicht man ein stabileres Fahrgefühl. Lowrider-Taschen sollte man bis maximal 15 kg beladen. Je tiefer sie hängen, desto besser ist das Fahrverhalten. Allgemein gilt: Schweres Gepäck immer nach unten packen. Hinterbau-Gepäckträger halten normalerweise um die 25 kg Gewicht aus. Es gibt es auch schon Dreiertaschen, die zusätzlich zu den zwei Seitentaschen eine dritte Verstaumöglichkeit oben auf dem Gepäckträger besitzen. Aber wie gesagt: Man sollte den hinteren Teil nicht unverhältnismässig hoch belasten, um die Verkehrssicherheit mit dem Velo nicht zu gefährden.

Anhänger
Einige Velofahrer entscheiden sich für einen Anhänger, um ihr Gepäck zu transportieren. Aber Vorsicht: Dass man mehr mitnehmen kann, heisst nicht, dass man es auch tun sollte. Denn je mehr Gepäck man dabei hat, desto mehr Gewicht muss man bewältigen. Ein Anhänger kann bei steilen Bergfahrten hinderlich sein– zum Beispiel durch das Gewicht, dass das Velo von hinten anschiebt, wenn man bergab fährt. Dafür ist man beim Lenken beweglicher und entlastet den Fahrradrahmen. Zudem sollte beachtet werden, ob man zusätzliche Reiseabschnitte mit Bus, Bahn oder Flugzeug zurücklegen muss. Denn auch hier muss man den Anhänger unterbringen.

Lenker- und Satteltaschen
Eine Lenkertasche mit Klarsichthülle ist praktisch für wichtige Dokumente und Karten. Generell wird hier alles verstaut, worauf man schnell zugreifen muss. Je nachdem, wie gross die Lenkertasche ist, kann man sie leicht abmontieren und dank des Gurtes als Umhängetasche mitnehmen. Satteltaschen haben eine ähnliche Funktion. Sie werden an der Sattelstütze montiert. Je grösser die Tasche, desto höher muss der Sitz sein, damit sie nicht auf dem Rad aufkommt. Für kleinere Velofahrer kommen also eher kleine Satteltaschen infrage.

Wer sich jetzt nach Produkten umsehen möchte, findet eine Auswahl an Velotaschen und Zubehör zum Beispiel hier.

Mit Sack und Pack mit den Kindern unterwegs 2007 in der Mecklenburgischen Seenplatte. Da war ein Anhänger eine praktische Lösung. | © 2007 Dominik Thali

Mit Sack und Pack mit den Kindern unterwegs 2007 in der Mecklenburgischen Seenplatte. Da war ein Anhänger eine praktische Lösung. | © 2007 Dominik Thali

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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