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Auf dem Velo aus dem Verkehrsstau

Der «Tages-Anzeiger» schildert heute (17. November 2011) online unter dem Titel «Neue Rezepte gegen den Ansturm der Pendler», wie weltweit Metropolen gegen den Ansturm zu Stosszeiten kämpfen. Aus Sicht des Velofahrers ist der Abschnitt über die chinesische Stadt Guangzhou spannend, die stark aufs Zweirad setzt.

Im Wortlaut:

In China ist das Bevölkerungswachstum ein bedeutender Faktor, den Verkehrsplaner im Auge behalten müssen – vor allem in den grossen Zentren wie Guangzhou, in dessen Einzugsgebiet mehr als zehn Millionen Menschen leben. Die Hauptstadt der Provinz Guangdong hat den Dauerstau bekämpft, indem sie das Bussystem perfektionierte und mit anderen Verkehrsträgern verknüpfte – vor allem dem Velo.

Leihvelos an den Busstationen

Das Institute for International Transportation & Development Policy zeichnete die Metropole in diesem Jahr mit einem Preis für ihr nachhaltiges Transportsystem aus, das zudem ungewöhnlich schnell und zum grossen Teil auf bestehenden Strassen realisiert wurde. Statt Tunnels zu bauen und Schienen zu verlegen, räumten die Planer den Autobussen Vorrang ein. In den Halte- und Abfahrzonen sausen zu den Stosszeiten unablässig Fahrzeuge heran – zum Teil im 10-Sekunden-Takt– , entladen ihre Pendlerfracht und fahren auf ihren Exklusiv-Fahrstreifen weiter. An drei neuralgischen Punkten ist das System direkt an die Metro gekoppelt – doch der Anschluss an das Velo war den Planern genauso wichtig.

An der Mehrzahl der langgezogenen Bushaltestellen, so berichtete ein Mitglied des Planungsteams, stehen reihenweise Leihfahrräder bereit – und eigene Velowege führen entlang der Routen, auf denen die Radler schliesslich den Weg an ihr Ziel finden. Das BRT-System (Bus Rapid Transit), dessen erstes Teilstück 2010 in Betrieb ging und seither rasch ausgebaut wurde, hat laut Presseberichten im laufenden Jahr pro Tag mehr als 800’000 Menschen transportiert – und die Stadt von Autokolonnen, Lärm und Abgasen entlastet.

Ende Zitat.

 

 

 

 

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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