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Wer Velo fährt, gewinnt mehr Übersicht

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Traumhaft: Zwischen Bullet und Mauborget öffnet sich der Blick auf den Neuenburgersee.

Zum Fotoalbum zu dieser Tour: Hier klicken.

Der August-Newsletter von Simon Bischof von freipass.ch gab mir den Anstoss zu einer tollen Tagestour diese Woche.  Der Col de l’Aiguillon sei «ein absolut traumhafter Pass» und «sehr zu empfehlen», schrieb Simon, was mich von meiner ursprünglichen Absicht abbrachte, ins Berner Oberland zu fahren. Der Stachel – was l’aiguillon auf deutsch heisst – war gesetzt. Er hat es tatsächlich in sich: Rund 600 Höhenmeter, ziemlich steil, aber herrlich ruhig mehrheitlich durch den Wald, das Strässchen schmal nur und so gut wie keine Autos.

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Auf der Anfahrt, im Hintergrund Baulmes, wo der Anstieg beginnt.

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Auf der (kaum wahrnehmbaren) Passhöhe: Idylle pur.

Die kleine Passtour liess sich wunderbar mit einem Bummel über aussichtreiche Jurahöhen verbinden. Die Route: Mit dem Zug nach Yverdon und von hier auf zwei Rädern nach Baulmes, besagten Pass hoch, hinunter nach L’Auberson (haarscharf die französische Grenze schrammend), weiter nach St. Croix und Bullet Richtung Mauborget, jedoch kurz vorher zu den Forêts d L’Envers (verkehrte Wälder?) abzweigend, durch liebliche Weiden und Wälder weiterpedalend bis Provenc und hinunter dann nach St. Aubin, wobei die Aussicht alle paar Meter aufs Neue zu einem Fotohalt zwingt, derart überwältigend liegt einem der Neuenburgersee zu Füssen.

Auf der Seestrasse sodann gehts wieder geschäftiger zu und her, das pure Gegenteil zur ländlichen Idylle wenige Augenblicke vorher, doch zur allgemeinen Überraschung stellt kurz vor Bevaix ein Wegweiser den Velocipedisten vor die Wahl, die Route durch die Weinberge oder dem See entlang zu wählen, um gen Neuchâtel zu gelangen, was an diesem heissen Tag freilich gar keine Frage ist.

Die See-Route entpuppt sich als gemütlicher Abschluss; es gibt da und dort schöne Badeplätze und Einkehr-Gelegenheiten. Der krönende  Abschluss: In Neuchâtel sind die Velofahrer auf dem Quai geduldet und gerne gesehen. Da könnte sich «mein» Luzern ruhig ein Beispiel daran nehmen!

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Zum Abschluss gemütlich durch die Weinberge.

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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