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Mit GPS wird mein Velo zum Selbstfahr-Taxi

Auf dem Bähnle-Radweg zwischen Bonndorf und Lenzkirch, das Falk Ibex 32-Testgerät am Lenker.

Velos brauchen kein Benzin und keinen Strom. Damit bewegt sich unsereins unabhängig durch die Lande, seit Pierre Michaux 1863 das erste Zweirad mit Tretkurbel gebaut hat. Das darf aus meiner Sicht auch so bleiben: Schnickschnack, der mich in der Pampa stehen lassen könnte, kommt mir nicht ans Rad. Eine elektronische Schaltung? Bewahre!

Eine Ausnahme werde ich mir indessen nächstens können: ein GPS-Gerät. Der dreiwöchige Versuch mit dem «Global Positioning System», Schwarzwaldrunde inbegriffen, hat mich begeistert, sodass ich Leser Benjamin zustimmen möchte, der hier kommentiert hat, er könne sich «unsere Touren ohne GPS gar nicht mehr vorstellen». Inzwischen habe ich mein neues Velo mit einem Plug III von Tout Terrain nachgerüstet, sodass die Stromversorgung unterwegs kein Problem mehr sein wird.

Ob es nun das Testgerät Ibex 32 ist, das mir Falk zur Verfügung gestellt hat, oder eines aus der breiten Palette weiterer Angebote: spielt keine Rolle. Um zu wissen, wo ich mich gerade befinde, vertraue ich neu und künftig gerne auf die Satellitensignale aus dem All. Der Pfeil oder Punkt auf dem Display zeigt dies in der Regel auf einige Meter genau an. Fahre ich eine gespeicherte oder selbst am Computer erstellte und heruntergeladene Route ab, kann ich mir die bisher ungezählten Welche-Abzweigung-muss-ich-hier-bloss-nehmen?-Halte ersparen. Die Karte brauche ich nur noch der Übersicht wegen (wofür sie freilich unersetzlich ist). Das ist schlicht praktisch und erhöht den Genussfaktor ungemein. Dabei geht es sogar ohne PC. Falk-Geräte etwa sind sofort startklar. Was es dazu zu sagen gibt, habe ich hier beschrieben. In einem Satz: Mit einem GPS-Gerät wird mein Velo sozusagen zum Taxi. Nur noch treten muss (will!) ich selber.

Basis- oder Premium-Karten?

Die Falk-Geräte sind alle mit einer Basiskarte ausgerüstet, die für Tourenfahrer wie meinesgleichen genügen dürften. Belegen kann ich dies allerdings nicht – das Testgerät war mit den Premium-Versionen für die Schweiz und Deutschland ausgestattet. Die Premium Outdoor Karten sind besonders detailliert, was das Wegenetz und sogenannte Points of Interest – POIs – betrifft, zum Beispiel ein Aussichtspunkt oder eine Sehenswürdigkeit. So enthält zum Beispiel die Premium-Outdoor-Karte für die Schweiz nach Angaben von Falk neben dem vollständigen Strassennetz noch mal 48‘000 Kilometer Rad-, Wander-, Wald- und Feldwege.

Ob man dies alles im Gelände benötigt, ist schwierig zu sagen. Tatsache ist, dass «mein» Falk selbst im dichten Schwarzwald, abseits unterwegs, bei jeder Weggabelung wusste, in welche Richtung es weiterging. Die Premium-Outdoor-Karten schlagen allerdings unter Umständen mit dem selben Betrag zu Buche, den man schon für das Gerät selbst ausgegeben hat. Für die kommenden Sommer geplante Frankreich-Tour werde ich es allerdings (voraussichtlich mit einem einfachen Gerät der Pantera-Serie) mit der Basis-Version versuchen. Zumal es von Frankreich noch gar keine Premium-Variante gibt.

Ohnehin sind beide Kartenversionen sind so gestaltet, dass ein übergreifendes Routing möglich ist. Wer also das Gebiet verlässt, für das er eine Premium Outdoor Karte hat, so erfolgt das weitere Routing nahtlos auf der entsprechenden Basiskarte.

Beim Test des Falk Ibex 32 ging es nicht um dieses Gerät selbst, sondern die Frage, wie einfach (oder eben nicht…) der Umgang mit einem GPS-Gerät ist. In dieser Hinsicht fällt die Beurteilung auf jeden Fall positiv aus – siehe oben.

Welche Erfahrung machst Du mit GSP? Welches ist Dein bevorzugstes Gerät und aus welchen Gründen?

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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