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«Mehr fürs Velo»: Tito hätte ja gestimmt

Feldmarschall Tito, kunstvoll eingerahmt. (Bild: David Koller, www.igosana.ch)

Ein hübsches Souvenir hat mir Herr Koller aus seinem jüngsten Belgrad-Studienurlaub mitgebracht: Ein Stahlrösslein, an die Wand seiner Wohnung gepinnt, garniert mit dem Bildnis des verblichenen jugoslawischen Staatspräsidenten Tito (1882-1980). Was er mir dazu schreibt: «Ein meines Erachtens doch ziemlich hübsches Stilleben mit Velo. So angetroffen auf dem Balkon unserer Wohnung – ich habe nicht nachgeholfen. Jugo-Nostalgie auf dem Balkon einer Belgrader Wohnung: Velo dient als Bilderrahmen für ein Portrait von Genosse Tito.»

Um die Gelegenheit zu nutzen und ein letztes Mal kräftig in die Pedale zu treten für die Initiative «Mehr fürs Velo», über welche der Kanton Luzern am kommenden Sonntag abstimmt, sei die Vermutung geäussert: Als überzeugter Kommunist hätte Feldmarschall Tito ein ebenso überzeugtes Ja in die Urne gelegt. Mehr vom Gleichen für alle, mehr vom Einfachen für das Volk, mehr Velo für die Untergebenen: Das hätte doch aufgehen müssen, oder?

Ergo: Subito alle Albaner, Kosovaren, Kroaten, Serben und dergleichen einbürgern und am 13. Februar an die Urne kommandieren!

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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