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Der Hilliminator ist der steilste Bergsprint auf dem Velo

So steil, wie es aussieht, ist es auch: am Hilliminator 2015. | @ 2015 hilliminator.ch

Das kürzeste Bergrennen hierzulande ist zugleich das strengste und verrückteste: Der Hilliminator führt mitten in der Stadt Luzern eine 300-Meter-Rampe hoch, die 60 Meter Höhendifferenz ausweist. Bei der 3. Austragung am 28. Mai nimmt einer sogar mit dem Militärvelo diese Herausforderung an.

Der Luzern Hilliminator ist ein Bergsprint für Mountainbiker, Gümmeler auf dem Rennvelo und Plauschvelofahrer. Die Schnellsten schaffen die 300 Meter auf der knackig-steilen Hochbühlstrasse in einer Minute. Und kippen danach halbtot aus dem Sattel. Der Hilliminator wird als Ausscheidungs-Velorennen gefahren. Nach einer Einzel-Zeitqualifikation werden die Finalläufe im Eliminator-Stil innerhalb unterschiedlicher Kategorie durchgeführt. Kraft und Ausdauer sind nicht alles – die richtige Taktik ist mindestens so wichtig. Zu gewinnen gibts viel: Spass für alle. Ruhm und Ehre für die Siegerinnen und Sieger.

Am Samstag, 28. Mai, findet der Hilliminator zum dritten Mal statt. Diesmal tritt sogar einer auf dem Militärvelo in die Pedale: Daniel Markwalder aus Weinfelden. Wenn einer es schafft, mit einem über 20 Kilogramm schweren «Göppel» mit Eingang-Nabe diese aufs Ende hin sozusagen überhängende Herausforderung zu packen, dann er: Markwalder, 45, begeisterte im Herbst 2009 Millionen, als er bei «Wetten, dass…?» im 200-Meter-Sprint mit einem alten Ordonnanzrad 05 Radprofi Jens Voigt auf seinem 7-Kilo-Rennvelo schlug und Wettkönig wurde.

Bike, Rennvelo oder Militärvelo?
Markwalder trägt damit weiter zum Spektakel bei, das diesen Bergsprint ausmacht. In den Kategorien Herren Fun, Herren Masters, Herren Lizenz, Frauen und Singlespeed wird um die Hilliminator-Krone gekämpft. Wer nicht ganz vorne mitfahren kann, punktet vielleicht mit dem schwersten Velo oder dem ausgefallensten Outfit. Denn der Spass zählt mindestens so sehr wie die Leistung.

Für das Publikum ist der Hilliminator so attraktiv wie für die Fahrerinnen und Fahrer herausfordernd. Sie können ihre Lieblinge entlang der Hochbühlstrasse (der Name ist Programm…) hautnah anfeuern. Denn: Ist die erste Streckenhälfte noch breit und bietet vier Cracks genügend Platz zum Überholen, wirds in der zweiten eng: da kratzen sich zwei nebeneinander einander beinahe die Pedale.

Auch für Kinder
Der Hilliminator ist freilich nicht nur die Herausforderung für grosse Grössen auf zwei Rädern, sondern auch die kleinen. Kinder im Vorschulalter strampeln mit dem Laufrad oder Kindervelo den Berg hoch, natürlich mit richtiger Startnummer und auf der Startlinie der Grossen. Für alle gehts über einen kleinen Parcours dem Ziel entgegen, einfach nicht bis ganz oben. Zeitmessung gibt es nicht, und es erhalten einen kleinen Erinnerungspreis. Mädchen und Buben können sich vor Ort bis eine Viertelstunde vor Start für das Kinderrennen anmelden.

Der kreative Kopf hinter dem Hilliminator ist Ruben Wey (39). Auch wenn das Rennformat nicht neu ist – ein Velorennen dieser Art mitten in der Stadt, das gab es in der Schweiz bis vor zwei Jahren nicht. Mit einem kleinen Team hat es Wey geschafft, einen kleinen, aber feinen Bergsprint in Luzern zu etablieren, das für Teilnehmer und Zuschauer gleichermassen spannend ist.

Der 3. Hilliminator im Überblick

  • Datum: 28. Mai 2016
  • Hochbühlstrasse, Luzern; 300 Meter Streckenlänge, 60 Höhenmeter
  • Zeitplan: 15.30 Uhr Start Kinder-/Laufradrennen, ab 16 Uhr Einzelqualifikation, ab ca. 17 Uhr Finalläufe im K.-o.-System
  • Teilnahmegebühr: CHF 25.00
  • Anmeldung: www.hilliminator.ch, online bis am 25. Mai 2016 oder vor Ort bis 15 Uhr
  • Publikum: Eintritt frei

Autor:

…geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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