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3580 erlebnisreiche Kilometer und eine Träumerei

Ein mehrspuriger Veloweg in Kopenhagen. (Bild: www.cykelsuperstier.dk)

Kilometerstand auf dem Tacho meines treuen Drahtesels am 1. Januar 2010: 35’913. Kilometerstand ein Jahr später: 39’493. Macht exakt 3580 Kilometer, die ich im vergangenen Jahr pedalierenderweise zurückgelegt habe. Nun, das ist keine beeindruckend grosse Zahl; doch die Er-Fahrungen, die ich auf und aus dem Sattel gemacht habe, waren einmal mehr solche, die unsereins nicht missen möchte; sie führten vom Jura bis in ein Tessiner Seitental und von Jurahöhen bis in die Niederungen. Und natürlich im Sommer tagtäglich von Hochdorf an den Arbeitsplatz in Luzern.

Was wünscht sich der Velofahrer fürs 2011, abgesehen von stets genügend Druck in den pannensicheren Reifen? Ein Bekenntnis zum Velo an der Urne am 13. Februar, bei der Abstimmung über die Pro-Velo-Initiative «Mehr fürs Velo». Kantonsrätinnen und -räte, denen attraktive Veloverbindungen ebenso wichtig sind wie teure Umfahrungen. Die man deshalb auch mal radelnderweise antrifft. Oder, doch dürfte dies ein verwegener Traum sein, eine Fahrradautobahn, wie sie die dänischen Städte Kopenhagen, Arthus, Odense und Alburg planen. Der Januar-Februar-Ausgabe von «TrekkingBike» entnehmen wird, dass im hohen Norden die Politik das Ansinnen verfolgt, Zitat, «extrabreiten Radwegen, grüner Welle und Serviceangeboten die Anzahl der Radpendler bis Ende 2011 zu verdoppeln». Dagegen nimmt sich das Ziel der oben erwähnten Velo-Initiative unverschämt bescheiden aus: «Mehr fürs Velo» will den Anteil des Velos am gesamten Verkehr innert zehn Jahren verdoppeln – auf gerade mal rund 15 Prozent. Doch selbst dies ist dem Kantonsrat eine zu kühne Forderung, weshalb er die Iniative am 13. September 2010 abgelehnt hat und diese nun eben an die Urne kommt.

Verkehrte Welt. Die Dänen haben es bezüglich Velo (ob in anderer Hinsicht ebenfalls, bleibe dahingestellt) eindeutig besser. «Vor allem mehrspurige Fahrrad-Autobahnen sollen Pendler zum Umstieg motivieren», heisst es in «TrekkingBike» weiter. «In den genannten Städten hat man mit dem Bau der Cykelsuperstier, der als Superradewege genannten Schnelltrassen bereits begonnen. Entlang der Fahrrad-Highways werden Rastplätze mit Luftpumpen und Wassertankstellen eingerichtet.»

Mehr dazu hier.

Autor:

...geboren 1963, lebt in Hochdorf im Luzerner Seetal, kommt am liebsten auf zwei Rädern und aus eigener Kraft voran und kriegt schmutzige Hände vorzugsweise im Velokeller.

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